Im Gleichgewicht durch Shiatsu

Nähe spüren, loslassen und neue Energie sammeln – die Shiatsu-Behandlung ist viel mehr als eine Massage. Sanfter Druck entlang der Energiebahnen löst Blockaden, setzt Kräfte frei und lässt uns unseren Körper ganz bewusst fühlen.

Diplom-Shiatsu-Praktikerin Stefanie Lang während der Behandlung

Ganzer Körpereinsatz: Mit sanftem, aber gezieltem Druck der Ellbogen, Daumen, Handballen sowie Dehnungen und Rotationen wird Energie freigesetzt.

Körper und Geist gehören zusammen – was im Fernen Osten seit Jahrtausenden gelehrt wird, ist längst auch hierzulande angekommen. Nicht nur Meditationsübungen wie Qigong liegen voll im Trend, auch Shiatsu wird immer öfter angeboten. Die Bezeichnung kommt aus dem Japanischen und bedeutet wörtlich übersetzt „Fingerdruck“, im weiteren Sinne aber auch „Kunst der achtsamen Berührung“.

Das Einzigartige der Shiatsu-Behandlung

Die traditionelle asiatische Akupressur und Meditation wird mit westlichen Massagetechniken kombiniert – mit dem Ziel, dass wir intensiven Kontakt mit unserem Körper aufnehmen. Shiatsu lindert Schmerzen und Verspannungen und hilft stressgeplagten und erschöpften Menschen beim Abschalten.

Meist wird auf einer Matte auf dem Boden behandelt, in bequemer Kleidung. Sanftes Vor- und Zurücklehnen, Berühren und Rotieren der Gelenke durch den Shiatsu-Praktiker regen Durchblutung und Lymphfluss an und schaffen auch emotional Nähe zwischen Behandelndem und Behandeltem.

Stefanie Lang, Diplom-Shiatsu-Praktikerin bei der Gesellschaft für Shiatsu in Deutschland (gsd) erklärt:

„Das kann Krankheiten vorbeugen: Die Berührung beruhigt, kann die Ausschüttung des Stresshormons Cortisol reduzieren, Herzschlag, Atmung und Blutdruck regulieren und zugleich das Immunsystem stärken. Und das Beste: Die Selbstheilungskräfte werden angeregt.“

Im Gleichgewicht duch Shiatsu

Diplom-Shiatsu-Praktikerin Stefanie Lang während der Behandlung.

 Tradition trifft auf Moderne

Shiatsu wurde im 20. Jahrhundert in Japan auf Grundlage der Erkenntnisse der Traditionellen Chinesischen Medizin entwickelt. Gearbeitet wird entlang den Meridianen – den Leitbahnen für die Lebensenergie „Qi“.

Der Energiefluss wird harmonisiert, um unser inneres Gleichgewicht wiederherzustellen und Selbstheilungskräfte zu aktivieren. Der ganzheitliche Ansatz wird auf jeden individuell abgestimmt – der Shiatsu-Praktizierende erspürt die Blockaden. So kommt es auch, dass zwei Menschen mit Rückenschmerzen ganz unterschiedlich behandelt werden könnten – je nachdem, welche Energieleitbahnen bei ihnen aus dem Gleichgewicht geraten sind.

Wem der theoretische Hintergrund zu esoterisch anmutet, der lässt sich einfach fallen und relaxt – die Wärme der Hände, der achtsame Umgang des Shiatsu-Behandelnden und die sanfte Mobilisierung der Gelenke führen auch so zu einer tiefgehenden Entspannung von Kopf bis Fuß. (lb)

Hinweis: 
Shiatsu ist keine Therapie und ersetzt nicht den Besuch eines Arztes oder Heilpraktikers.


Shiatsu-Steckbrief

Dauer
Empfohlen werden in der Regel 10 Sitzungen, die auf die Meridiane abgestimmt werden. Eine Einzelsitzung eignet sich eher zum Kennenlernen. Es ist auch über einen langen Zeitraum möglich, monatlich zu behandeln.

Kosten
Pro Sitzung (60 – 90 min) etwa 50 – 100 €.

Ausrichtungen
Neben dem klassischen Shiatsu sind Säuglings-, Kinder- und Schwangerschafts-Shiatsu beliebt, für Wasserratten gibt es Watsu (Wasser-Shiatsu im Becken) und für die Vierbeiner (z. B. Pferde) wird sogar Tier-Shiatsu angeboten.

Praktiker-Suche
www.shiatsu-gsd.de/PraktikerInnen
www.shendo-shiatsu-verband.de
www.shiatsu.de/shiatsu-praktikerinnen


 medpex Klick-Tipp:

Interview mit einer Shiatsu-Meisterin. Sung-Ja Henrich war knapp zehn Jahre lang als Shiatsu-Meisterin des ShenDo Shiatsu Verbands tätig. Wir haben sie zu ihren Erfahrungen befragt.

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