Hilfe bei depressiven Verstimmungen

Durch die Recherchen zu meinem letzten Artikel über Winterdepressionen bin ich auf das allgemeinere Thema Depressive Verstimmungen gestoßen. Depressive Verstimmungen sind in Abgrenzung zu schweren Depressionen zeitlich begrenzte Phasen schlechten Allgemeinbefindens, oder einfach Stimmungstiefs. Nun gehören solche Phasen zum Leben jedes normalen Menschen, was aber nicht bedeutet, dass man diesem Gefühlszustand hilflos ausgeliefert ist. So wie bei einer Winterdepression eine Lichttherapie helfen kann, so können auch Depressive Verstimmungen aufgrund einer starken (auch positiven) Belastung, wie z.B. nach einer Geburt, Trauer oder Krankheit, oder ausgelöst durch einen hormonellen Wandel, wie in der Pubertät oder in den Wechseljahren, entgegengewirkt werden.

Bevor sie sich nun in unserer Online Apotheke nach Medikamenten gegen Ihre Depressive Verstimmung suchen, eine Vorbemerkung: eine Depressive Verstimmung kann in eine starke, durch einen Arzt zu behandelnde Depression übergehen. Deshalb sollten Sie immer darauf achten, dass keine Symptome einer schweren Depression vorliegen. In Abgrenzung zu einer Depressiven Verstimmung sollten Sie einen Arzt aufsuchen, wenn:

  1. Ihr depressiver Stimmungszustand keine erkennbaren Ursachen aufweist
  2. Sie keinerlei Freude oder Hoffnung empfinden
  3. Sie Ihren alltäglichen Anforderungen nicht mehr nachkommen können
  4. Ihre Stimmungslage sich nach einiger Zeit ohne medikamentöse Behandlung nicht verbessert

Wenn Sie sich sicher sind nur unter einer Depressiven Verstimmung zu leiden, gibt es vielfältige Möglichkeiten diese zu bekämpfen:

  1. regelmäßiges körperliches Training (egal ob Ausdauer oder Kraft): schon im Jahre 1976 wurde durch eine empirische Studie belegt, dass Joggen positive Effekte bei Depressionen besitzt.
  2. eine ausgewogene und gesunde Ernährung: neben einem gleichmäßigen Blutzuckerspiegel durch regelmäßige Mahlzeiten und dem maßvollen Umgang mit Genussmitteln wie Kaffee, Nikotin und Alkohol, hat nach wissenschaftlichen Studien Eicosapentaensäure (EPA) eine vermindernde Wirkung auf Depressionen. EPA ist eine mehrfach ungesättigte Fettsäure aus der Klasse der Omega-3-Fettsäuren und ist vor allem in Pflanzenölen und Fettfischen zu finden ( Empfehlung: Leinsamenöl oder Fischöl Kapseln). Auch haben Wissenschaftler des finnischen Kuopio University Hospitals festgestellt, dass das Vitamin B12 sich positiv auf den Behandlungserfolg von Depressionen auswirkt.
  3. den eigenen Rhythmus beachten: Grenzen ziehen (auch sich selbst gegenüber), Nein sagen, Freiräume schaffen und Ruhepausen einplanen (Anwenden von Entspannungstechniken). Darüber hinaus sich auch bewusst Belohnungen zukommen lassen und die freudigen Phasen im Leben nicht dem Zufall überlassen.
  4. Pflanzliche Psychopharmaka und Homöopathie: Wie bei schulmedizinischen Antidepressiva wirkt Johanniskraut nach einer längeren (nach Wochen) Einnahmephase stimmungsaufhellend. Die Homöopathie hingegen kennt Aurum, Cimicifuga, Ginseng, Hypericum, Opium, Sulfur und Thuja als wirksame Mittel gegen Depressive Verstimmungen.
  5. Lichttherapie: täglich etwa 30 Minuten vor einem Leuchtschirm , der helles weißes Licht ausstrahlt, hilft bei der saisonalen Depression (Winter- oder Herbstdepression).

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