Ommm statt Argh! – Mehr Gelassenheit in Ihrem Alltag

Gelassenheit

Am Arbeitsplatz warten nicht nur Aufgaben – auch Zeitdruck, Stress, Konflikte oder Schwierigkeiten gehören für viele zum Alltag. Mit Ärger oder Angst zu reagieren ist verständlich, aber nicht sehr hilfreich. Im Gegenteil. Doch wie können wir mehr Gelassenheit in unser Arbeitsleben bringen? 

Im E-Mail-Postfach findet eine unangemeldete Großdemonstration unbeantworteter Nachrichten statt, die mit sehr hoher Priorität „Lies mich!!!“ skandieren. Das Telefon klingelt, eine Kundin beschwert sich empört, schon dreimal mit dem falschen Ansprechpartner verbunden worden zu sein. Eigentlich das vierte Mal – unmöglich, das jetzt zu sagen.
Der Vorgesetzte gibt ein genervtes, ungeduldiges Zeichen. Also, freundlich und zügig das Telefonat beenden, Präsentation ausdrucken und mit rasendem Puls zum Drucker eilen, der jedoch mit einer kryptischen Fehlermeldung seine Arbeit verweigert. Die Stirn ist nass, der Mund trocken und der Magen revoltiert. „Was haben Sie denn jetzt schon wieder gemacht?!“, sagt der stets all- und besserwissende Kollege, drückt einen Knopf und der Drucker druckt. Apropos Druck, wäre es nicht schön, ihn nicht ständig zu spüren? Den kleinen Gemeinheiten des Alltags in einem Zustand innerer Ruhe und Ausgeglichenheit überlegen zu begegnen? Kurz: mit Gelassenheit.

Das Wesen der Gelassenheit

Gelassen ist, wer Angst und Ärger loslassen kann. Gelingt dies, verstummen die laut klagenden, panischen, erbosten, verzweifelten Stimmen im Kopf. Innere Ruhe stellt sich ein. Und mit ihr findet der Mensch sein Gleichgewicht, kann eine souveräne Haltung annehmen, ist handlungsfähig. Ein gelassener Mensch hat einen klaren Blick für das Wichtige. Er entscheidet bewusst, ob und wie er agiert und reagiert. Er vertraut sich und seinen Fähigkeiten, Lösungen zu finden. Er ist der Chef seines Lebens, nicht der Sklave.
Gelassenheit bedeutet weder Gefühllosigkeit noch Gleichgültigkeit. Mobbing oder Ausbeutung empören zu Recht und fordern entschiedenes Eingreifen. Am besten mit sachlichen, präzisen Argumenten und einer durchdachten, starken Strategie. Das kostet Kraft und Energie. Und die wäre beim Ärger über verschütteten Kaffee nur verschwendet.

Was Gelassenheit kann

Wer gelassen ist, empfindet weniger Stress – und Stress ist als Dauerzustand eine Bedrohung für die Gesundheit. Laut einer Umfrage der Techniker Krankenkasse gaben 63 Prozent der Frauen und 52 Prozent der Männer an, gestresst zu sein. Die Folgen sind gesundheitliche Beschwerden wie Tinnitus, Schlafstörungen, Depressionen oder Magenbeschwerden.
Wer glaubt, Stress gehöre zum erfolgreichen Arbeiten, täuscht sich. Durch Stress steigen Adrenalin und Blutdruck, das kostet Energie. In der Folge sinkt die Konzentration und Fehler passieren. Mit Gelassenheit lässt sich nicht nur die Arbeitsqualität steigern, auch das Betriebsklima profitiert. Sie bildet die Basis für eine offene, zugewandte Kommunikation. Statt gefühlten oder tatsächlichen Angriffen und daraus entstehenden Konflikten werden Kompromisse und Lösungen möglich. Das Gegeneinander kostet Energie, das Miteinander setzt sie frei.  Gelassenheit nützt im Berufsleben. Darüber hinaus steigert sie die Lebensqualität erheblich: Gelassenheit bringt Zufriedenheit, Freiheit und Freude. gs //

Wege zur Gelassenheit

1. Ausgleich suchen
Egal ob stricken, spazieren gehen oder Walzer tanzen, sorgen Sie für einen Ausgleich. Und machen Sie wirklich nur, was Ihnen Spaß macht – auch wenn Joggen und Yoga gerade Trend sind.

2. Nein sagen
Ja, das Nein ist manchmal schwer. Es wird jedoch niemand für Sie übernehmen, Sie müssen Ihre Grenzen selbst schützen. Hilfsbereitschaft ist gut und wichtig, Selbstschutz und -achtung aber auch. Wenn Ihre Kollegin versucht, ihre Aufgaben an Sie zu delegieren, oder der Nachbar zum zehnten Mal fragt, ob Sie die Katze die nächsten Wochen füttern können, dürfen Sie ruhig freundlich Nein sagen.

3. Prioritäten setzen
Multitasking ist ein Märchen. Je mehr Aufgaben parallel erledigt werden, umso schlechter ist das Ergebnis. Es hilft die bewährte To-do-Liste, geordnet nach Wichtigkeit. Und wenn zu viele Aufgaben auf dieser Liste stehen, machen Sie einfach von Tipp 2 Gebrauch.

4. Notbremse
Die sogenannte Exit-Strategie bedeutet, in einer emotional hoch aufgeladenen Situation den Ort zu verlassen. Geraten Sie während der Arbeit mit jemandem zusammen, gehen Sie lieber mit den Worten „Lassen Sie uns weitersprechen, wenn sich die Gemüter beruhigt haben“. Funktioniert übrigens auch mit Eltern, Kindern und Partnern.

Kleine Hilfsmittel für mehr Gelassenheit

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