Beauty Trend Oil-Cleansing

Mit Oil-Cleansing zum Traumteint

Gesunde Haut, die strahlt – ganz ohne Unreinheiten, trockene Stellen oder übermäßigen Glanz. „Oil-Cleansing“, die Gesichtsreinigung mit verschiedenen hautverträglichen Ölen, soll genau zu diesem Ergebnis führen. Unsere Redakteurin hat den Selbstversuch gewagt und die Reinigungsmethode getestet…

Eigentlich kann ich mich nicht über meine Haut beschweren. Ich bekomme sogar öfter Komplimente für meinen reinen und feinporigen Teint. Trotz allem ist meine Haut auch manchmal ein kleines Problemkind: Ich reagiere zum Beispiel auf ziemlich viele pflegende Kosmetikprodukte mit Ausschlag, weshalb ich seit nunmehr zehn Jahren komplett auf Naturkosmetik umgestiegen bin. Doch auch wenn ich eigentlich zufrieden bin, entdecke ich hin und wieder trockene Stellen, kleine Pickelchen oder Mitesser – kein Grund zur Panik, ich weiß, aber als ich in vielen Zeitschriften und Beauty-Blogs immer wieder auf die natürliche Oil-Cleansing-Methode stieß, wollte ich diesen Trend sofort ausprobieren. Bevor es jedoch losgehen kann, informiere ich mich umfassend über das gesamte Prozedere.

Oil-Cleansing soll die Haut auf sanfte Weise reinigen, sie langfristig von Unreinheiten befreien und für einen weichen, rosigen Teint sorgen. Das Grundprinzip dabei: Öl löst Öl. Das heißt, dass das verwendete Gemisch nicht nur den Schmutz auf der Haut, wie Staub, Schweiß, abgestorbene Hautpartikel oder Make-up, bindet, sondern auch das überschüssige hauteigene Öl. Anschließend kann man diese Schmutzpartikel mit warmem Wasser entfernen. Ein immenser Vorteil: Die Haut trocknet nicht aus, da die Reste des aufgetragenen Öls auf der Haut bleiben und sie weich und geschmeidig machen.

Oil-Cleansing eignet sich für alle Hauttypen

Trockene Haut wird gepflegt und mit Feuchtigkeit versorgt, bei fettiger Haut wird die übermäßige hauteigene Ölproduktion gestoppt. Ich erfahre auch, dass es bis zu drei Wochen andauern kann, bis sich das gewünschte Ergebnis, ein gesunder Teint mit richtig schönem Glow, einstellt. Und hier kommt der kleine Haken: Es kann sein, dass die Haut stark nachfettet oder dass sich vorübergehend kleinere Hautunreinheiten bilden. Oje, darauf habe ich nun eigentlich gar keine Lust. Aber mit der Aussicht auf einen perfekten Teint bin ich zu (fast) allem bereit.

In der Apotheke kaufe ich schließlich die beiden Hauptzutaten meines Experiments: Rizinusöl und Kokosöl. Ersteres bildet die Basis des Oil-Cleansings, da es eine entzündungshemmende und vor allem reinigende Wirkung hat (es kann selbst in tiefe Hautstrukturen vordringen). Allein angewendet würde es allerdings unsere Haut austrocknen. Deshalb wird es immer mit einem sogenannten Trägeröl vermischt, das sich nach dem jeweiligen Hauttyp richtet (fettig, trocken, normal …). In meinem Fall ist das hochwertiges Kokosöl. Das Mischungsverhältnis hängt ebenfalls vom individuellen Hauttyp ab (siehe Infokasten). Da ich normale bis trockene Haut habe, mische ich in einer kleinen Pipettenflasche aus der Apotheke 20 Prozent Rizinusöl mit 80 Prozent Kokosöl (ist ab einer Temperatur von 25 Grad Celsius flüssig – daher einfach kurz auf die Heizung stellen), sodass meine Haut weder zu viel Fett abbekommt noch zu stark durch das Rizinusöl ausgetrocknet wird.

Am Abend startet dann der Versuch: Haare hochbinden, warmes Wasser ins Waschbecken laufen lassen und einen frischen Waschlappen hineinlegen. Anschließend gebe ich eine teelöffelgroße Portion des Ölgemischs in meine Handfläche und verreibe es. Wichtig ist hierbei, dass man nicht mit den Fingern in oder an das Fläschchen fasst, da so Bakterien hineingelangen könnten, was schlussendlich Entzündungen der Haut hervorrufen kann. Ich verteile das Öl auf meinem gesamten Gesicht und massiere es gute zwei Minuten lang vorsichtig mit den Fingern ein. Es fühlt sich gut an, sehr entspannend, und ich merke, dass sich auch Make-up und Wimperntusche spielend leicht lösen. Anschließend nehme ich den Waschlappen aus dem Waschbecken, wringe ihn leicht aus und lege ihn auf mein Gesicht, bis er abgekühlt ist. Diese Prozedur wiederhole ich dreimal. Das tut richtig gut und erinnert an eine Wellness-Anwendung.
Jetzt sind die Poren durch die Wärme richtig schön geweitet, sodass ich das Öl mitsamt dem Schmutz einfach abwischen kann, bis kein öliger Film mehr sichtbar ist. Abschließend tupfe ich mein Gesicht vorsichtig mit einem Handtuch trocken. Gesichtscreme brauche ich heute nicht mehr aufzutragen, da das Kokosöl pflegend wirkt. Meine Haut fühlt sich zart wie ein Babypopo an und strahlt rosig. Auch am nächsten Tag sind glücklicherweise keinerlei negative Auswirkungen wie Ausschlag zu erkennen.

Nach ein paar Wochen ist meine Haut immer noch schön zart, die trockenen Stellen sind verschwunden, genau wie die meisten Mitesser. Das Oil-Cleansing gönne ich mir jetzt ein- bis zweimal pro Woche als abendliches Wohlfühl-Treatment.
Versuchen Sie es doch auch mal! ml //

Welche Trägeröle sind geeignet?

  • Achtung: je fettiger die Haut, desto weniger reichhaltig sollte das Trägeröl sein.
  • Fettige Haut: Mandelöl
  • Normale Haut: Mandel-, Kokos-, Oliven-, Sonnenblumenöl
  • Trockene Haut: Mandel-, Jojoba-, Kokos-, Oliven-, Sonnenblumenöl

Welches Mischungsverhältnis für welchen Hauttyp?

  • Fettige Haut: 30 % Rizinusöl
  • Normale Haut: 20 % Rizinusöl
  • Trockene Haut: 10 % Rizinusöl

Express-Tipp & Produkt-Empfehlungen

Wer das Reinigungsöl nicht selbst anrühren möchte, für den gibt es Reinigungsprodukte auf Ölbasis, die durch eine Kombination aus Ölen und weiteren pflegenden Inhaltsstoffen bereits auf unterschiedliche Hauttypen abgestimmt sind.

Oil-Cleansing Produkte

links: Lierac Reinigungsöl Demaquillant Velours

Für Gesicht & Augen. Angereichert mit Macadamia- und Jojoba-Öl verwandelt sich das Öl bei Kontakt mit Wasser in eine milchige Emulsion. Das reichhaltige Öl reinigt jede Haut, speziell trockene und sehr trockene Haut.

Mitte: allcura Kokosnussöl als Trägeröl

Kokosnüssse liefern ein klares, reines Öl von mildem und aromatischem Geschmack. Es wird seit Generationen in der traditionellen Küche und für die Pflege von Haut und Haaren verwendet. Hierzulande sind die Vorzüge nur wenigen Menschen bekannt.

rechts: Vichy Purete Thermale Reinigungsöl

Verschönerte, saubere Haut ohne Reiben. Die Mizellen-Technologie im Vichy Purete Thermale Reinigungsöl führt dazu, dass Schmutz wie ein Mikromagnet angezogen wird. Ohne empfindlicher Haut durch Reiben schaden zu müssen, entfernt das Öl sogar wasserfestes Make-up, Verunreinigungen und Talgüberschuss in der Haut. Raffiniert dabei: Beim Kontakt mit Wasser verwandelt es sich in eine milchige Konsistenz – es bleibt also kein öliger Film auf der Haut zurück. Eine gelungene Verbindung zwischen der Wirksamkeit und Sanftheit von Mizellen und der pflegenden Wirkung von Kamelienöl.

 

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