Ab ins Wasser

Kaum eine Sportart bringt Menschen so gut in den Flow wie Schwimmen. Ein weiteres Plus: Schwimmen ist sehr gesund. medpex erklärt die positiven Effekte und gibt Tipps für die richtige Technik.

Leise plätschert das Wasser beim rhythmischen Ein- und Auftauchen. Unter der Oberfläche dreht und wendet sich der Körper scheinbar schwere los, schließlich gleitet er sanft wieder nach oben. Schwimmbewegungen wecken sofort Erinnerungen an erholsame Urlaube oder unbeschwerte Kindheitstage mi Freunden im Freibad. Denn Schwimmen ist eine beliebte Freizeitbeschäftigung. Viele Fünf-Minuten Schwimmer, die am Badestrand nur kurz zur Abkühlung ins Wasser hüpfen, vergessen jedoch: Es ist auch ein äußerst gesunder Sport – wenn man die richtige Technik anwendet. 

Richtig Brustschwimmen

Viele erlernen neben der Rückenlage vor allem das Brustschwimmen sicher. Es ist eine gemütliche Disziplin, die nicht zu viel Kraft kostet und deutlich weniger Kalorien verbraucht als andere, nämlich etwa 350 pro Stunde. Wenn es beim Brustschwimmen allerdings so gemächlich zugeht, dass die Sonnenbrille auf der Nase bleibt, wird die Bewegung nicht ordentlich ausgeführt und der Nacken überstreckt. Menschen mit Halswirbelsäulenschäden können dadurch leicht Belastungsschmerzen spüren. Die froschartigen Tretbewegungen der Beine können außerdem bei Becken- und Hüftproblemen Schwierigkeiten bereiten. Wem es hierbei ziept, sollte sich entweder auf das Rückenschwimmen verlegen oder auf das Kraulen, bei dem das Gesicht im Wasser liegt und Arme, Beine und Nacken gerade bleiben. Geatmet wird während des Krauls zu Seite. Wegen des nicht unerheblichen Koordinationsaufwands beherrschen den Schwimmstil viele jedoch nicht. Aber es ist nie zu spät, es zu versuchen.  

Kraulen im Meer

Eine, die Kraulen erst im Alter von 30 Jahren gelernt hat, ist Julia Suchorski, die den Schwimmblog „Julia schwimmt“ betreibt. Darin beschreibt die Hamburgerin ihre Reisen, meistens organisierte Schwimmurlaube, in denen sie stundenlang durch das tiefblaue Mittelmeer krault. „Am Anfang bin ich nur eine Bahn gekrault, und dann habe ich mit der Zeit immer noch eine draufgesetzt.“ Schnell ist sie dann zum Kraulen im Meer übergegangen. Auf die Frage, ob es nicht unheimlich sei, so lange im tiefen Wasser zu sein, antwortet sie: „Es ist ein riesiger Unterschied, ob man eine Schwimmbrille aufhat oder nicht.“ Sie helfe gegen das Ungewisse unter ihr. „Man kann so viele Sachen entdecken. Ich habe beispielsweise mal ganz tolle tiefrote Seesterne gesehen.“ Suchorski kennt noch einen weiteren Trick, der Freischwimm-Anfängerinnen die Angst vor dem Wasser nehmen kann: sich Gleichgesinnte suchen. Wer Hilfe beim Lernen einer neuen Disziplin sucht oder seine Technik auffrischen möchte – schließlich können Schwimmfertigkeiten im Notfall das eigene Leben retten –, kann Privattrainer oder Schwimmvereine kontaktieren. Alleine 2300 davon sind Mitglied im Deutschen Schwimmverband e.V. Darüber hinaus tummeln sich in den sozialen Medien allerlei Schwimm- und Triathlongruppen, denen man sich locker anschließen kann, sei es aus innerer Motivation oder um im sommerlichen Freibad eine gute Figur zu machen. Manchmal kostet es zwar Überwindung, ins kühle Wasser zu springen. Ist man aber erst mal drin, ist es bekanntlich wunderschön.

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