Wenn das Fett ungleich verteilt ist

Schwere, geschwollene Beine, Druckschmerzen und eine Neigung zu blauen Flecken: Diese Symptome treten bei der relativ unbekannten Krankheit Lipödem auf. medpex erklärt, was sich dahinter verbirgt und welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt.

Die Krankheit Lipödem ist eine chronische, sehr oft vererbte und fortschreitende Fettverteilungsstörung, bei der das Unterhautfettgewebe vermehrt ist. Betroffen sind fast nur Frauen – ungefähr jede zehnte –, bei Männern kommt das Lipödem sehr selten vor. Meistens tritt es an Ober- und Unterschenkeln, an der Hüfte und am Gesäß auf. Auch die Arme, meist die Oberarme, können betroffen sein, Hände und Füße sowie die Körpermitte hingegen nicht. Es tritt symmetrisch, also rechts und links gleich stark, auf. Zu den Symptomen zählen neben den angeschwollenen Beinen eine Verhärtung des Unterhautgewebes mit Berührungsschmerzen und Spannungsgefühlen, eine Neigung zu blauen Flecken schon bei kleinstem Druck sowie kalte Haut. Das Gesäß und die Beine sind häufig im Vergleich zum Rest des Körpers überproportioniert. Nicht nur übergewichtige, sondern auch schlanke Menschen können ein Lipödem bekommen. Neben den primären Symptomen kann es im Verlauf der Krankheit zu Schäden an den Beingelenken und psychischen Problemen kommen. Außerdem leiden die Betroffenen auch unter teilweise erheblichen Einschränkungen ihres Alltags: Passende Kleidung oder Stiefel zu finden, stellt eine große Herausforderung dar. Das dauerhafte, aber nötige Tragen sowie An- und Ausziehen von Kompressionsstrümpfen ist anstrengend. Sport ist bei fortgeschrittenem Stadium wegen der Schmerzen, des Schweregefühls und der teilweise extremen Beinumfänge kaum noch möglich. Manchmal werden Patientinnen zudem angestarrt oder sogar gemobbt und ziehen sich deshalb zurück..   

Ursache unbekannt

Die Krankheitsursache ist noch nicht bekannt, es wird aber vermutet, dass genetische Faktoren eine Rolle spielen. Oftmals tritt die Krankheit schon in der Pubertät auf. Bei Hormonumstellungen, wie in der Schwangerschaft oder der Menopause, also den Wechseljahren, schreitet sie weiter voran. Durch psychische Belastungen oder viel Stress kann es ebenfalls zu Schüben kommen. Eine hormonelle Ursache ist also wahrscheinlich. Im Krankheitsverlauf werden die Fettgewebezellen größer und vermehren sich. Kleine Blutgefäße werden durchlässiger, sodass das Blut leichter in das umliegende Fettgewebe austreten kann – das führt zu blauen Flecken. Auch das Bindegewebe verändert sich. Ödeme, sogenannte Wassereinlagerungen, belasten den Körper zusätzlich.

Drei Krankheitsstadien

Die Krankheitsursache ist noch nicht bekannt, es wird aber vermutet, dass genetische Faktoren eine Rolle spielen. Die Erkrankung wird in drei Stadien unterteilt: Das erste Stadium ist durch eine feinknotige Hautoberfläche, die sogenannte Orangenhaut, und seitliche Fetteinlagerungen an den Oberschenkeln gekennzeichnet, umgangssprachlich auch als „Reiterhosen“-Form bezeichnet. Im zweiten Stadium entsteht eine grobknotige Hautoberfläche mit größeren Dellen. Die „Reiterhosen“-Form ist stark ausgeprägt. Im dritten Stadium zeigt sich eine deutliche Umfangsvermehrung einhergehend mit großen, deformierten Hautlappen und -wülsten. Das Unterhautgewebe ist verhärtet und verdickt. Betroffene haben außerdem eine X-Beinstellung, die zusätzlich die Gelenke belastet. Da man über die Krankheit nach wie vor wenig weiß, ist es auch für Ärzte nicht immer leicht, die richtige Diagnose zu stellen. Besonders im Anfangsstadium kann das Lipödem mit einer Adipositas (krankhaftem Übergewicht) verwechselt werden. Allerdings verursacht bei Letzterer das Fettgewebe keine Druckschmerzen. Außerdem bleiben die Proportionen gewahrt. Gewicht zu reduzieren und mehr Sport zu treiben, hilft also bei einem Lipödem nicht! Fachärzte, die eine gewissenhafte Diagnose stellen können, sind Phlebologen, also auf Venenerkrankungen spezialisierte Ärzte, Lymphologen oder Angiologen (Fachärzte für das Gefäßsystem). Die Basisdiagnose erfolgt durch die Erhebung der Krankheitsgeschichte, das Anschauen und Abtasten der betroffenen Partien. Bleibt die Krankheit unbehandelt, verschlimmert sich der Zustand im Laufe der Jahre. Zudem besteht die Gefahr, dass sich zusätzlich ein sekundäres Lymphödem ausbildet. Hierbei staut sich Lymphflüssigkeit im Gewebe und lässt es anschwellen. Es kann sich – im Gegensatz zum Lipödem – unsymmetrisch, also auch nur an einer Gliedmaße, entwickeln. Das Lymphödem ist in der Regel nicht schmerzhaft.

Behandlungsmöglichkeiten

Die Krankheitsursache ist noch nicht bekannt, es wird aber vermutet, dass genetische Faktoren eine Rolle spielen. Die Erkrankung wird in drei Stadien unterteilt: Das erste Stadium ist durch eine feinknotige Hautoberfläche, die sogenannte Orangenhaut, und seitliche Fetteinlagerungen an den Oberschenkeln gekennzeichnet, umgangssprachlich auch als „Reiterhosen“-Form bezeichnet. Im zweiten Stadium entsteht eine grobknotige Hautoberfläche mit größeren Dellen. Die „Reiterhosen“-Form ist stark ausgeprägt. Im dritten Stadium zeigt sich eine deutliche Umfangsvermehrung einhergehend mit großen, deformierten Hautlappen und -wülsten. Das Unterhautgewebe ist verhärtet und verdickt. Betroffene haben außerdem eine X-Beinstellung, die zusätzlich die Gelenke belastet. Da man über die Krankheit nach wie vor wenig weiß, ist es auch für Ärzte nicht immer leicht, die richtige Diagnose zu stellen. Besonders im Anfangsstadium kann das Lipödem mit einer Adipositas (krankhaftem Übergewicht) verwechselt werden. Allerdings verursacht bei Letzterer das Fettgewebe keine Druckschmerzen. Außerdem bleiben die Proportionen gewahrt. Gewicht zu reduzieren und mehr Sport zu treiben, hilft also bei einem Lipödem nicht! Fachärzte, die eine gewissenhafte Diagnose stellen können, sind Phlebologen, also auf Venenerkrankungen spezialisierte Ärzte, Lymphologen oder Angiologen (Fachärzte für das Gefäßsystem). Die Basisdiagnose erfolgt durch die Erhebung der Krankheitsgeschichte, das Anschauen und Abtasten der betroffenen Partien. Bleibt die Krankheit unbehandelt, verschlimmert sich der Zustand im Laufe der Jahre. Zudem besteht die Gefahr, dass sich zusätzlich ein sekundäres Lymphödem ausbildet. Hierbei staut sich Lymphflüssigkeit im Gewebe und lässt es anschwellen. Es kann sich – im Gegensatz zum Lipödem – unsymmetrisch, also auch nur an einer Gliedmaße, entwickeln. Das Lymphödem ist in der Regel nicht schmerzhaft.

jk //

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