Meins, deins, unsres – nützliche Sharing-Modelle

Güter Sharing - Ein immer größer werdender Trend

Güter Sharing – Ein immer größer werdender Trend

Es ist nachhaltig, schont die Ressourcen und wird immer beliebter: das sogenannte „Sharing“ diverser Güter. Oft vermeiden wir auf diese Weise Müll und sparen nicht zuletzt Geld. Mittlerweile werden sogar Jobs oder Wohnungen geteilt. Wir haben ein paar nützliche Tauschbörsen und Sharing-Modelle zusammengestellt.

Flexibel mobil

Zur Arbeit fahren Sie mit dem Fahrrad, der Supermarkt liegt in Laufweite und zur besten Freundin nach München reist es sich mit dem Zug einfach entspannter. Ein Auto ist eigentlich überflüssig. Trotzdem wäre es für die schnelle Fahrt zum Kinderarzt oder den Großeinkauf zur Geburtstagsparty ganz praktisch. Da helfen, zumindest in Großstädten, Carsharing-Angebote (www.drive-now.com, www.book-n-drive.de oder www.zebramobil.de) und die werden auch genutzt: Laut dem Bundes-verband CarSharing e. V. (bcs) waren Anfang dieses Jahres über eine Million Teilnehmer bei den etwa 150 deutschen Carsharing-Anbietern registriert. Wer einfach nur einen Fahrer oder Mitfahrer sucht, wird bei www.mitfahrgelegenheit.de oder bei www.flinc.org fündig. Und wer lieber selbst hinter dem Steuer sitzt, findet in seiner Nachbarschaft Privatautos (www. tamyca.de).

Weitergeben statt wegwerfen

Beim Ausmisten taucht ein kaum getragener Rock aus den Tiefen des Kleiderschranks auf. Eventuell ist er mittlerweile zu eng und unseren Geschmack traf er eigentlich noch nie … Was nun? Laut einer Studie der Heinrich-Böll-Stiftung aus dem Jahr 2012 wird in Deutschland jedes Jahr Kleidung im Wert von 50 Milliarden Euro gekauft. Oft hat sie nach spätestens drei Jahren ausgedient. Wie wäre es mit einem Gang zum nächsten Secondhand-laden? Eine gute Anlaufstelle, um gebrauchte oder auch ungetragene Kleidung loszuwerden oder selbst nachhaltiger an neue Stücke zu kommen. Eine der größten deutschen Kleidertauschbörsen ist die Online-Plattform www.kleiderkreisel.de – zu Beginn Geheimtipp unter Modebloggern und mittlerweile viel besuchte virtuelle Shopping-Alternative. Einfach kostenlos anmelden und mit anderen Nutzern schöne Stücke tauschen. Daneben ist es auch möglich, Kleidung zu verkaufen, dann gehen 10 Prozent des Artikelpreises plus 50 Cent für die Abwicklung an die Betreiber der Online-Plattform.

Mein Zuhause, dein Zuhause

Um die Welt reisen, ohne einen Cent für die Übernachtung zu bezahlen – dank www.couchsurfing.com ist das kein Problem. Je nach Herkunftsland zahlen die Mitglieder einen unterschiedlich hohen Beitrag für ihre Registrierung, danach wird die Adresse verifiziert und es kann losgehen. Alles ist möglich beim Social Travelling: Couchsurfer schlafen auf Sofas oder Luftmatratzen, in Zelten oder auch mal im Kingsize-Bett eines Luxusapartments. Und zu den kostenlosen Schlafplätzen kommen oft nette Kontakte zu den Menschen vor Ort hinzu. Für die Small-Talk-Muffel unter uns sind beispielsweise www.airbnb.de oder www.9flats.com die richtigen Plattformen. Hier mietet man sich entweder in ein privates Zimmer beim Gastgeber ein oder kann sogar ganze Privatwohnungen zu günstigen Konditionen als Feriendomizil nutzen.

Futter für Leseratten

Manchmal sind es alte Telefonzellen oder ausgediente Kühlschränke, manchmal eigens hergestellte Stahl- beziehungsweise Holzkonstruktionen, die eine Vielzahl an Büchern beherbergen. Diese sogenannten offenen Bücherschränke gibt es in vielen deutschen Städten, meist gestiftet und/oder betreut von gemeinnützigen Organisationen. Sie sind frei zugängliche Aufbewahrungsorte für Lesestoff: Jeder, der im eigenen Bücher-regal keinen Platz mehr für ein ausgelesenes Buch hat, kann es in einen der offenen Bücherschränke stellen und anderen Leseratten damit eine Freude machen. Oder Sie werden zum regelmäßigen „Buch-Tauscher“ und haben so immer ein spannendes Werk auf dem Nachttisch. Unter www.tauschgnom.de/offene-buecherschraenke finden Sie eine Liste offener Bücherschränke.

Gemeinsam ein Ziel

Beim Jobsharing besetzen zwei Menschen eine Vollzeitstelle. Zwei sogenannte Tandempartner teilen Aufgaben und Arbeitszeit untereinander auf und arbeiten dabei eng als Team zusammen. Anspruchsvolle Stellen werden so teilzeittauglich. Dieses Modell spricht Menschen an, die in einer bestimmten Lebensphase gern weniger arbeiten und dennoch anspruchsvolle Tätigkeiten ausüben möchten. Beispielsweise gut ausgebildete Mütter und Väter, die sich mehr Zeit für die Familie wünschen, aber gleichzeitig in Führungspositionen arbeiten wollen. Auch für Altersteilzeitmodelle ist Jobsharing geeignet oder für Promovierende, die nebenbei Praxiserfahrung sammeln möchten. Die weltweit erste Online-Plattform für Jobsharing www.tandemploy.de bringt Teilzeitjob-Suchende und interessierte Unternehmen zusammen.

In fremde Kühlschränke statt die eigene Tonne

Jedes Jahr werden in Deutschland Unmengen an Lebensmitteln weggeworfen, laut einer Studie der Universität Stuttgart pro Jahr durchschnittlich 82 Kilogramm – das ist der Inhalt von etwa zwei vollgepackten Einkaufs-wagen. Das Forum www.foodsharing.de hat es sich zur Aufgabe gemacht, Lebensmittel vor dem Verfall zu retten und an soziale Einrichtungen oder interessierte Personen abzugeben. Online können hier übrig gebliebene Lebensmittel an einen neuen Besitzer vermittelt werden. Ein virtueller Warenkorb enthält Infos zu Art, Menge und Haltbarkeit der Lebensmittel, die unter der jeweils angegebenen Adresse abzuholen sind.

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