Die Energie der Natur – Markenporträt Logona

Markenporträt-Logona

Was mit einer Vision begann, ist heute nach fast 40 Jahren gelebte Wirklichkeit: Die Marke Logona steht für zertifizierte und wirksame Naturkosmetik. In Salzhemmendorf haben wir das Werk des Herstellers Logocos besucht und bei der Entwicklung und Produktion über die Schulter geschaut.

Merken Sie, wie weich meine Hände sind?“ – Jürgen Schuhmacher, Extrakteur bei Logocos, reicht uns die Hand. Tatsächlich – sie ist überraschend zart. „Bevor ich zu Logocos kam, war ich Industriemechaniker. Öl und Schrauben, das war meine Welt. Meine Haut war wie Reibeisen. Seit ich hier mit Öl-Kräuter-Auszügen arbeite, habe ich samtweiche Hände“, lacht er. Wir befinden uns im niedersächsischen Salzhemmendorf, dem  Unternehmensstandort von Logocos, inmitten des Weserberglands. Hier, unweit von Hannover, wird ein Großteil der Produkte der Marke Logona hergestellt und abgefüllt. Die Extraktionsanlage, an der wir stehen, ist das Herzstück des Unternehmens. Die Anlage ist eine Eigenkonstruktion und beinahe so alt wie das Unternehmen selbst. Gerade entsteht ein Grüntee-Extrakt, unter anderem für die schützende Tagescreme der neuen „calm & protect“-Serie.

Viele Liter kostbarer Pflanzenextrakte werden hier gewonnen. Ein Gemisch aus Glyzerin und Wasser umspült die getrockneten Pflanzen wie in einem übergroßen Teebeutel. In regelmäßigen Abständen jagen Schwingungen durch das Gebräu, um noch mehr kostbare Wirkstoffe aus den Pflanzen herauszulösen. Schließlich wird die Flüssigkeit in einer großen Glasblase aufgefangen und zweimal filtriert – fertig ist ein Extrakt mit den besten Inhaltsstoffen der Pflanze.

Eine Vision vor Augen

1978, vor fast 40 Jahren, begann die Erfolgsgeschichte der Marke des Hauses Logocos. Am Anfang stand eine Vision, geprägt von der Entschlossenheit einer jungen Generation und dem Geist der Öko-Szene der Siebzigerjahre: eine Kosmetik zu kreieren, die frei von umweltbelastender oder bedenklicher Chemie ist.

Das war die Idee, die den Heilpraktiker Hans Hansel umtrieb, als er 1975 die Alraune gründete, einen der ersten Bioläden in Deutschland. Drei Jahre später war die Geburtsstunde der Logona-Produkte, damals noch unter dem Namen der von Hans Hansel gegründeten Firma Lorien-Goods. 1981 zog das Unternehmen in eine alte Wassermühle bei Salzhemmendorf, 1984 brachte es eine echte Innovation auf den Markt: die erste Naturkosmetik für Allergiker. Ein Jahr darauf stellte das Unternehmen die ersten rein pflanzlichen Haarfärbemittel ohne synthetische Zusätze vor – ein Segment, in dem Logona bis heute Marktführer ist. Im selben Jahr wurde das Unternehmen per Gerichtsbeschluss gezwungen, seinen Namen zu ändern: Aus Lorien-Goods wurde Logona.

1988 zog das Unternehmen nach Oldendorf/Salzhemmendorf. In einer umgebauten ehemaligen Möbelfabrik fand Logona alle Voraussetzungen für große Ideen und Pläne. In den folgenden Jahren machte das Unternehmen sich für die Entwicklung einheit-licher Naturkosmetik-Labels stark. Die Idee: klare Richtlinien für Naturkosmetik und mehr Transparenz für die Kunden. Logona war damit wesentlich an der Etablierung des BDIH-Labels und des NATRUE-Labels beteiligt. Auch im Produktbereich bewährt sich Logona als Pionier. So brachte es die ersten konsequenten Natur-Shampoos mit Tensiden auf rein pflanz-licher Basis heraus, 2014 kam eine absolute Weltneuheit auf den Markt: der erste BDIH- und NATRUE-zertifizierte Farblack der Welt.

Stillstand? Nicht bei Logona

Der Anspruch von Logocos ist, die Rezepturen stets weiterzuentwickeln und natürliche Alternativen zu chemischen Produkten anzubieten. Monika Meyer ist Leiterin der Abteilung Forschung und Entwicklung präparative Kosmetik und arbeitet seit 2008 bei Logocos. „Von der Idee bis zum Verkauf eines Produktes können schon mal zwei Jahre verstreichen“, erzählt sie. „Der Anspruch ist hoch. Da kann es auch durchaus vorkommen, dass ein Konzept verworfen wird und wir noch mal neu anfangen.“

Am Anfang steht die Vorstellung von einem neuen Produkt, das bestimmte Eigenschaften und eine spezifische Wirkung haben soll. Die Abteilung Forschung und Entwicklung beurteilt daraufhin, ob diese Ansprüche umsetzbar sind. Soll die Creme mattieren oder Falten kaschieren? Oder ein Shampoo die Haare reichhaltig pflegen? Die Handcreme Feuchtigkeit spenden?

Für jedes Bedürfnis von Haut und Haaren gibt es einen Pflanzenextrakt – insgesamt 40 kommen bei Logona zum Einsatz. Kamille aus Ägypten, Rosmarin aus Frankreich, Lindenblüten aus Kroatien oder Damaszener-Rose aus dem Iran: In der Logona Forschung und Entwicklung werden Pflanzen aus vielen Ländern ein-gesetzt. Dabei stammt der Großteil der Pflanzen – wenn möglich – aus kontrolliert biologischem Anbau. „Eine meiner Lieblingspflanzen ist Aloe vera“, verrät Monika Meyer. „Was diese Pflanze kann, ist verblüffend: Sie kann Entzündungen vorbeugen, spendet Feuchtigkeit, beruhigt die Haut und lässt sich gut verarbeiten. Auf Platz zwei kommt die Alge, deren Fähigkeiten in den vergangenen Jahren immer mehr erforscht wurden.“

Geprüft auf Herz und Nieren

Ist eine Creme entwickelt, muss sie einen dreimonatigen Stabilitätstest bestehen, ehe im nächsten Schritt Verträglichkeits-, Wirk- und Anwendungstests durchgeführt werden. Erst wenn diese Tests zufriedenstellend sind, wird das Produkt in großen Mengen produziert und für den Verkauf abgefüllt.

Das neueste Konzept in der Logona Gesichtspflege ist das Vier-Schritte-Pflegesystem, das aufeinander abgestimmte Produkte für jeden Hauttyp kombiniert: Ob für trockene, sensible oder unreine Haut, Mischhaut oder Haut, die zu Couperose neigt – Logona hat das passende Produkt entwickelt.

„Das ist das Spannende an unserer Arbeit“, sagt Monika Meyer. „Es gibt immer neue Herausforderungen. Zum Beispiel: Wie kann ich die Farben eines Produktes lichtstabil machen? Außerdem entwickeln wir viele verschiedene Produkte: Shampoos, Körperemulsionen, Handcremes, Masken. Es wird nie langweilig.“

Zum Abschluss unserer Tour treten wir im Foyer auf den absoluten Energiepunkt. Diesen soll ein Wünschelrutengänger vor der Renovierung ausfindig gemacht haben. Nach den ausgeloteten Wasser- und Energieadern wurden dann die verschiedenen Sandsteinplatten aus dem Weserbergland verlegt, zwei helle fußgroße über dem erwähnten Punkt. Ob hier so mancher Logona-Mitarbeiter Energie tankt für die nächste Innovation?

Logona auf einen Blick

  • Gründung 1978 von Hans Hansel.
  • Marke des Unternehmens Logocos, zu dem auch die Marken Sante, Heliotrop, Fitne und Ihre Klassiker gehören.
  • Mitarbeiter ca. 340.
  • Export in mittlerweile 50 Länder.
  • Engagement Logocos engagiert sich global, aber auch lokal in den umliegenden Gemeinden und entwickelt und produziert seine Produkte konsequent in Deutschland. Das Unternehmen ist zudem Mitglied des Forums Nachhaltiges Palmöl (FONAP) und setzt ausschließlich zertifiziertes Palmöl ein.

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