Nächtlicher Harndrang

Wenn eine vergrößerte Prostata das Wasserlassen zum Problem macht

Fast ein Drittel aller Männer über 50 kennt das Problem – nächtlicher Harndrang macht ein Durchschlafen unmöglich. Meist kommen Beschwerden beim Wasserlassen hinzu. In vielen Fällen steckt eine vergrößerte Prostata hinter dem Problem. Die ist meist gutartig und hat keine gesundheitlichen Folgen. Leidet die Lebensqualität jedoch unter den Problemen beim Wasserlassen, heißt es Handeln!

Kleine Drüse, große Wirkung

Die Prostata wird auch Vorsteherdrüse genannt und befindet sich direkt unter der Blase, wo sie die Harnröhre umschließt. In der Prostata werden Harnröhre und Samenleiter zusammengeführt und die Spermien mit einem Sekret versetzt, dass sie nach der Ejakulation schützt und ernährt. Beim gesunden, jungen Mann hat die Prostata die Größe einer Kastanie. Bereits ab dem 30. Lebensjahr kann die Prostata sich langsam vergrößern, was einen großen Einfluss auf das gesamte System aus Blase, Harnröhre und Vorsteherdrüse nimmt. Eine vergrößerte Prostata engt die Harnröhre ein und drückt auf die Blase, was dann die typischen Probleme beim Wasserlassen hervorruft.

Auswirkungen der vergrößerten Prostata

Kommt es zu einer Vergrößerung der Prostata, so treten häufig eins oder mehrere der folgenden Symptome auf: häufiger und nächtlicher Harndrang, ein verzögerter Beginn beim Wasserlassen, ein zum Teil mehrfach unterbrochener Harnstrahl und häufiges Nachträufeln. Die Ursache für das Auftreten der vergrößerten Prostata liegt in natürlichen körperlichen Vorgängen. Während des Alterungsprozesses fördern bestimmte körpereigene Hormone das Wachstum, wobei aus der Größe einer Kastanie die Größe einer Orange werden kann. Medizinisch wird diese Entwicklung gutartige Prostatavergrößerung oder auch benigne Prostatahyperplasie – BPH – genannt.

Behandlung der gutartigen Prostatavergrößerung

Hat man(n) regelmäßig Probleme beim Wasserlassen, empfiehlt sich ein Besuch beim Urologen. Je nach Ausprägung der vergrößerten Prostata kann man eine Wahl treffen, wie die Behandlung zu gestalten ist. Bei leichten Symptomen und einer geringen Vergrößerung genügt oft die Behandlung mit pflanzlichen Arzneimitteln wie Prostagutt oder Granufink. Weiterhin stehen verschiedene chemisch-synthetische Medikamente zur Verfügung, welche vom Arzt verschrieben werden. Ist die benigne Prostatahyperplasie weit fortgeschritten, so kann nur noch eine Operation die Probleme beim Wasserlassen effektiv lindern.

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