Keine Lust auf Pille? – Eine natürliche Verhütungsmethode wählen

Die sichere Empfängnisverhütung ist die Basis für ein entspanntes Sexleben, wenn keine Kinder geplant sind. Doch nicht jede Frau verträgt die Pille oder möchte sich tagtäglich mit Hormonen „vollstopfen“. Alternative und möglichst natürliche Verhütungsmethoden können richtig angewendet fast die gleiche Sicherheit erreichen wie die Pille.

Empfängnisverhütung an den fruchtbaren Tagen

Die Vorgänge im weiblichen Körper sind sehr komplex und werden im Wesentlichen vom hormonellen System gesteuert. Mit dem Einsetzen der Pubertät entwickelt sich der weibliche Zyklus und wiederholt sich dann bis zum Einsetzen der Menopause monatlich. Durchschnittlich ist er 28 Tage, also einen Mond-Monat, lang. Der Zyklus beginnt mit dem Einsetzen der Monatsblutung – der Menstruation. In der Follikelphase kommt es unter Anstieg des Östrogenspiegels zur Follikelreifung – ein Ei macht sich bereit. Zugleich steigt die Menge an LH, dem luteinisierenden Hormon, an. Das LH gelangt auch in den Urin und kann dadurch für eine natürliche Verhütungsmethode verwendet werden, welche mit der Erfassung des Hormonspiegels arbeitet.

Fruchtbar oder nicht?

Im Zeitraum von etwa sechs bis 14 Tagen nach dem ersten Zyklustag ist eine Frau besonders fruchtbar. Der Zeitraum kann sich allerdings auch nach hinten verschieben, weshalb nicht zwingend ab Tag 15 mit Unfruchtbarkeit gerechnet werden darf. Mit dem Eisprung wird die höchste Konzentration an LH und Östrogen erreicht. Das luteinisierende Hormon (LH) fördert die Freisetzung von Progesteron. Dieses Hormon ist im zweiten Teil des weiblichen Zyklus für die Entwicklung und Aufrechterhaltung einer Schwangerschaft zuständig. Kommt es nicht zur Einnistung eines befruchteten Eis, so beginnt mit dem Einsetzen der Menstruation ein neuer Zyklus. Natürliche Verhütungsmethoden gehen davon aus, dass nach den fruchtbaren Tagen keine weitere Empfängnisverhütung im laufenden Zyklus mehr nötig ist.

Natürlich verhüten – Erfassung des Hormonspiegels

Die fruchtbaren Tage lassen sich auf verschiedene Art bestimmen. Systeme wie Persona bieten mithilfe der Erfassung des Hormonspiegels im Urin eine einfache, unkomplizierte Art der natürlichen Empfängnisverhütung. Methoden wie Temperaturmessen oder Beobachtung des Zervixschleims erreichen das gleiche, sind aber ungleich umständlicher und bedürfen noch weitaus mehr Disziplin.

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