Lippenpflege: Für ein entspanntes Lächeln

Der Winter macht Lippen oft spröde, doch das muss nicht sein. Tipps für ein zartes Hautgefühl

Das Problem: Jedes Jahr dasselbe. Kaum wird es frostig kalt, spannt die dünne Haut an den Lippen, manchmal brennt sie sogar oder springt auf.

Die Ursache: Die Lippen besitzen keine Talgdrüsen, können also kein Fett bilden. Das aber brauchen sie, um sich vor Kälte zu schützen und nicht auszutrocknen. „Es ist deshalb normal, wenn wir die Lippen im Winter fünf- bis sechsmal pro Tag eincremen“, erklärt Dr. Gabriele Merk, Dermatologin in Wittenberg.

Die Lösung

Pflegestifte: Die Produkte verwöhnen die Lippen mit pflanzlichen Ölen und verschiedenen Wachsen. Sie erfreuen sich großer Beliebtheit: „Pflegestifte werden bei uns stark nachgefragt“, berichtet Justus Lange, Apotheker in Güstrow. Er selbst verwende auch einen. Trotzdem gibt es kritische Stimmen. „Viele Stifte enthalten Zusatzstoffe wie Aromen oder Glitzerpartikel, die angegriffene Haut unnötig reizen können“, sagt Merk. Doch wenn jemand mit einem Lippenpflegestift gut zurechtkomme, gebe es keinen Grund, das Produkt zu wechseln.

Vaseline: Gar keine Zusatzstoffe stecken dagegen in Vaseline aus Ihrer Apotheke. Das reine Fett besitzt zudem eine salbenartige Beschaffenheit und lässt sich gut auf den Lippen verteilen.

Wundsalben: „Platzt die Haut auf, tut Wundsalbe gut“, sagt Apotheker Lange. Er empfiehlt Präparate mit Dexpanthenol oder Hamamelis.

Nicht peelen: Gabriele Merk rät davon ab, Hautfetzchen an den Lippen mit Zuckerpeeling oder Zahnbürsten-Massage zu entfernen: „Es können Wunden entstehen, die schlecht heilen.“

Nicht lecken: Spannen die Lippen, ist die Versuchung groß, sie stets mit Speichel zu befeuchten. Aber Vorsicht! Die Haut verliert dadurch Fett und trocknet noch mehr aus.

Was tun bei eingerissenen Mundwinkeln?

Hinter dieser unangenehmen Erscheinung steckt oft mehr als trockene Haut. „Auch eine Pilzinfektion im Mund kann verantwortlich sein“, erklärt Dermatologin Merk. Bestätigt ein Abstrich beim Arzt den Verdacht, helfen Mundspülungen. „Die Mittel sollte man noch zwei bis drei Tage nach dem Verschwinden der Symptome anwenden“, rät Apotheker Lange. Eingerissene Mundwinkel können zudem verschiedene Mangelerscheinungen anzeigen. Hier bringt eine Blutanalyse Aufschluss. Gegebenenfalls empfiehlt der behandelnde Arzt die Einnahme von Vitamin-B- oder Eisenpräparaten.

23.03.2011, Apotheken Umschau, Bildnachweis: Jupiter Images GmbH/Goodshot

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