Freeletics als Trendsportart

Freeletics

Klimmzüge, Sit-ups und Kniebeugen – Freeletics fordert vollen Körpereinsatz und belohnt mit mehr Ausdauer, Kraft und einem steigenden Punktestand.

Glänzende Augen bei dem Gedanken an schweißtreibendes Zirkeltraining? Vorfreude auf brennende Muskeln und einfach viel zu viel Energie im Körper? So muss es sich anfühlen, wenn der eigene Punktestand auf der Freeletics-App stetig wächst. Zugegeben, für diese Trendsportart muss man hart im Nehmen sein – dafür locken Kraft, Ausdauer und 29Bonuspunkte als Belohnung.

Altbewährtes wird wieder hip – Freeletics verbindet Zirkeltraining mit Wettkampf 2.0: Nutzer der Freeletics-App toben sich bei dynamischen Übungen aus, während die Zeit, die sie dafür benötigt haben, von ihrem Smartphone erfasst wird. Je mehr sie sich verbessern, umso mehr Punkte winken. Mit ihrem Punktestand treten die „freien Sportler“ sowohl gegen sich selbst als auch andere Nutzer der App an. Bei blauem Himmel lädt der Park zum Training ein, bei Regen lässt es sich zur Not auch in den eigenen vier Wänden schwitzen. Die App gibt es seit 2013, weltweit sind derzeit über drei Millionen Nutzer registriert. Mit einem von ihnen haben wir gesprochen: Claudius Witzler nutzt die App seit zwei Monaten.

Freeletics Übung

So sieht eine Übung des Trendsports Freeletics aus.

Was ist Freeletics?

Freeletics wurde vor drei Jahren an der TU München in Zusammenarbeit mit Personal Trainern und Sportwissenschaftlern entwickelt. Das neue Fitnesskonzept, das dahintersteckt, soll den Bedürfnissen unserer Zeit gerecht werden: Es vereint Vielfalt, Effizienz und Flexibilität, es nutzt moderne Informationstechnologien, basiert auf Personalisierung und bietet Unabhängigkeit.


Steckbrief

Ausrüstung
Laufschuhe, Matte, Smartphone – bei Freeletics wird ausschließlich mit dem eigenen Körpergewicht trainiert.

Zielgruppe
Alle, die Lust haben, sich auszupowern und konsequent zu trainieren

Kosten
Der Download der App ist kostenlos. Das Trainingsprogramm kostet für 3 Monate 34,99 €, für 12 Monate 79,99 € (Stand Januar 2015).

Gesundheitliche Aspekte
Der ganze Körper wird dynamisch auf Kraft und Ausdauer trainiert, Beweglichkeit, Schnelligkeit, Stressabbau gefördert.

Verletzungsrisiko
Es gibt zwar detaillierte Anleitungsvideos, aber keinen Trainer, der verbessert – der Sportler muss selbst die Verantwortung übernehmen und seine Grenzen einschätzen.

Weitere Infos unter
www.freeletics.com
www.youtube.com/user/Freeletics

Buchtipp für ähnliches Training
Mark Lauren / Joshua Clark: Fit ohne Geräte. Trainieren mit dem eigenen Körpergewicht, riva Verlag, München 2011, ISBN 978-3-86883-166-5, 208 Seiten, 16,99 €.


Claudius Witzler - App-Nutzer

Claudius Witzler – App-Nutzer

medpex-Magazin: Herr Witzler, welches Ziel verfolgen Sie mit Freeletics?
Claudius Witzler: Da ich sowohl in der Kletterhalle als auch in der freien Natur klettere, wollte ich meine Kraft und Ausdauer stärken.

Warum haben Sie sich nicht stattdessen in einem Fitnessstudio angemeldet?
Ich habe früher in einem Fitness-studio trainiert. Das ist aber zum einen recht teuer, zum anderen trainiere ich gern an der frischen Luft. Mir gefällt bei Freeletics der ganzheitliche Ansatz: Es werden nicht einzelne Partien trainiert, sondern in dynamischen Übungen der gesamte Muskel-apparat eingesetzt.

Wie oft trainieren Sie?
Ich trainiere viermal die Woche mit der App, nebenbei spiele ich Squash und klettere. Eine Einheit dauert mit Aufwärmen und Dehnen zwischen 45 Minuten und eineinhalb Stunden. Die Regeneration nach dem Training ist übrigens sehr wichtig, um Verletzungen vorzubeugen.

Wie wird bei Freeletics festgestellt, ob Sie die Übungen richtig ausführen?
Die App kann nicht überprüfen, wie die Trainings durchgeführt werden. Das ist jedem selbst überlassen. Es wäre jedoch wenig zielführend, bei Übungen zu schummeln, wenn man mit Freeletics fitter werden möchte. Alle Trainingseinheiten werden ausführlich in Onlinevideos erklärt. Der Nachteil gegenüber einem Fitnessstudio ist allerdings, dass ich keinen Coach habe, der mich korrigiert. Aber man kann sich beispielsweise von Freunden filmen lassen oder einer Regionalgruppe anschließen, um Hilfe zu bekommen.

Was motiviert Sie, das harte Training fortzusetzen?
Die Freeletics-Community hilft mir dabei, am Ball zu bleiben. Ich bekomme den Punktestand anderer angezeigt und kann mich in Onlineforen austauschen. In meiner Statistik blicke ich auf meine Erfolge zurück. Ich bekomme Motivationsmails zugeschickt. Außerdem fühle ich mich einfach gut – Freeletics hat schon ein großes Suchtpotenzial.

Für wen eignet sich Freeletics?
Ich würde sagen für alle, die sportaffin sind und fit bleiben wollen. Für Couch-Potatoes ist es nicht unbedingt das Richtige, denn das Zirkeltraining ist sehr anstrengend. Den Freeletics-Betreibern zufolge soll der Sport für alle geeignet sein, doch das Verletzungsrisiko sollte berücksichtigt werden. Da das Punktesystem der High-Intensity-Einheiten darauf ausgerichtet ist, immer wieder eigene Grenzen zu überschreiten, sollte man seinen Körper einschätzen können. Wer eine Verletzung hat, kann dies übrigens bei den „Einschränkungen“ angeben.

Was bietet die App?
Die Übungsvideos gibt es zwar auch kostenlos im Internet, doch bei der App werden individuelle Trainingspläne zusammengestellt, die auf einem Fitnesstest und den Trainingsfortschritten basieren. Mit der integrierten Lauf-App lassen sich Sprints und Langstreckenläufe auch ohne Aschenbahn abmessen. Wer sich weniger mit Sportlerernährung auskennt, kann über die App einen Ernährungs-coach dazubuchen.

Welche Erfolge haben Sie mit Freeletics schon erreicht?
Beim Klettern habe ich schon jetzt gemerkt, dass ich mehr Ausdauer und Kraft habe – also habe ich genau das erreicht, worum es mir ging. Nun möchte ich so fit bleiben. Außerdem hat mich das Training dazu motiviert, meinen Lebensstil anzupassen, um leistungsfähiger zu sein. Ausgewogene Ernährung und ausreichend Schlaf tun mir gut. Es macht dann einfach mehr Spaß zu trainieren. (Die Fragen stellte lb)

 

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