Zuckerglatte Beine mit Sugaring – der süße Trend

Mit den ersten warmen Sonnenstrahlen zeigen wir wieder mehr Bein – am liebsten wunderbar glatt und ohne Stoppeln. Wenn es um Haarentfernung geht, ist „Sugaring“ in aller Munde. Doch was ist eigentlich der Unterschied zwischen Waxing und Sugaring?

Haarfreie, glatte Haut an Beinen, Rücken und Co. liegt voll im Trend. (Bild: © iStock.com / rusak)

Haarfreie, glatte Haut an Beinen, Rücken und Co. liegt voll im Trend. (Bild: © iStock.com / rusak)

Haare wachsen ganz schön schnell nach. Wer einmal länger seine Ruhe haben will, kann dem neuesten Trend folgen: das Sugaring, auch Sugarn oder Zuckern genannt. Die Haarentfernung mit der Paste aus Zucker, Zitronensaft und Wasser ist im Arabischen als Halawa bekannt und hat eine jahrtausendealte Tradition – es soll sie im Orient schon um 1900 v. Chr. gegeben haben. Altägyptische Priester beispielsweise enthaarten sich täglich, um mit reinen Körpern vor ihre Götter zu treten, und auch heute noch gehört Halawa zur arabischen Badekultur.

Sugaring gilt als sanftere Methode als Waxing und wird auch bei empfindlicher Haut eingesetzt, da die Paste in Wuchsrichtung abgezogen wird und nicht an der Haut kleben bleibt. Somit wird das Risiko von eingewachsenen Haaren und Hautirritationen reduziert.

Sugaring

Sugaring – ob im Kosmetikstudio oder zu Hause – sorgt für eine effektive Enthaarung. (Bild: © iStock.com/ Thomas_EyeDesign)

Nur Mut! Ungefähr alle sechs Wochen besuchen Mutige ein Sugaring-Studio. Eine halbe Stunde dauert es, die gesamten Unterschenkel zu sugarn. Zunächst streicht die Kosmetikerin einen Streifen der honigfarbenen Zuckerpaste auf die Haut. Durch die Körperwärme wird die Paste weißlich und undurchsichtig und erinnert an Kaugummi. Mit einer Hand wird die klebrige Masse schnell wieder abgezogen – nach einem kurzen Schock beim ersten Mal ist es dann nicht viel schlimmer als das ruckartige Entfernen eines sehr klebrigen Pflasters.

Après-Sugaring-Pflege: Am selben Tag kann die Haut noch ein wenig jucken und sich gereizt anfühlen. Man sollte vorerst nicht sonnenbaden oder Sport treiben, da sich die Haut ein bis zwei Tage beruhigen muss. Nach ein paar Tagen wird ein regelmäßiges Peeling empfohlen, damit keine Haare einwachsen.

Sugaring ist etwas teurer als Waxing. Die Preise für die kompletten Beine liegen zwischen 42 und 55 Euro, für die komplette Intimzone zwischen 35 und 46 Euro. Für Männer ist es meistens teurer. Und auch der Wohnort bestimmt den Preis: Je nach Stadt variieren die Kosten – sie sind beispielsweise in kaufkräftigeren Städten wie München oder Hamburg etwas höher als in Leipzig oder Berlin. Viele Studios haben aber Bonus- oder Treuekarten, mit denen es billiger wird.

Heute schon gezuckert? Ob zu Hause oder im Studio ist eine Frage von Zeit und Geld. Manche Studiobesucherinnen nutzen die Zeit ihrer Enthaarungstermine mitunter für E-Mails und Telefonate. Die Anwendung zu Hause ist noch zeitintensiver, vor allem, wenn man die Zuckerpaste selbst herstellen möchte. Und Übung ist nötig, bis die Handtechnik sitzt – hierfür am besten online ein paar Video-Tutorials anschauen. Auch Waxing kann man zu Hause machen: Warmwachs muss zunächst und unter Umständen nochmals zwischendurch erwärmt werden; Kaltwachsen, bei dem das Wachs schon auf Streifen klebt, ist weniger aufwendig, dafür aber auch weniger gründlich und weniger hautschonend.

Haar ab! Insbesondere unter Jüngeren geht der Trend seit einigen Jahren immer mehr zur kompletten Enthaarung, vor allem in der Bikinizone. Etwa zwei Drittel der Frauen enthaaren sich diesen Bereich – und die Männer holen auch auf. Knapp die Hälfte der Männer setzt auf Haarentfernung im Intimbereich. Waxing- und Sugaring-Studios sind daher längst nicht mehr reine Frauensache.

Zahlreiche Möglichkeiten Neben ästhetischen werden oft auch hygienische Aspekte als Gründe für die Haarentfernung genannt. Dabei erfüllen die Haare an sich eine Schutzfunktion: Sie unterstützen die Temperaturregulation, sind eine Barriere für Bakterien, Viren und Pilze und schützen vor Reibung und Entzündung.

Neben den Klassikern wie Wachsen, Epilieren, Enthaarungscremes und Rasur wird heute für eine langfristige Haarentfernung auch gelasert. Dafür muss gar nicht mehr unbedingt ein Spezialist aufgesucht werden: Laser- oder IPL-Haarentferner, die durch Lichtimpulse die Haare bis zur Wurzel absterben lassen, sind auch für die Anwendung zu Hause erhältlich. Wenn Sie Ihre Lieblingsröcke mit superglatten Beinen zur Schau tragen möchten, steht dem also nichts im Weg. (mgk)

Sugaring oder Waxing zu Hause anwenden

Nicht vergessen: Vor der Behandlung die Haut mit Babypuder einreiben, damit die Haut trocken ist. Zum Enthaaren sollten die Haare mindestens fünf Millimeter lang sein. Anfangs ist eine mehrfache Anwendung nötig, um alle Haare an der Wurzel zu packen. Achten Sie hierbei aber darauf, zwischen den Anwendungen immer 72 Stunden zu warten, damit sich die Haut beruhigen kann. Nach diesen ersten Anwendungen sind Sie dann zwischen vier und sechs Wochen haarlos und der Haarwuchs kann auch grundsätzlich schwächer und feiner werden. Da die Heimanwendung einiger Übung bedarf, testen Sie es doch am besten erst an den Beinen, bevor Sie sich an Achselhöhlen, Arme, Gesicht oder Bikinizone wagen. Um das Einwachsen der Haare zu vermeiden, sollten Sie die Haut mit beruhigender Feuchtigkeitspflege eincremen und nach ein paar Tagen mit regelmäßigem Peeling beginnen.

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