medpex zu Besuch bei: Avène

Avené in einer französischen Apotheke

Avené in einer französischen Apotheke

Seit 1874 ist die Quelle „Sainte Odile“ im südfranzösischen Avène als Heilwasserquelle staatlich anerkannt. Mehr als 150 wissenschaftliche Studien haben die hautberuhigende, reizlindernde und entzündungshemmende Wirksamkeit des Avène-Thermalwassers nachgewiesen. Dieser Quelle verdankt die Apothekenkosmetikmarke Avène ihre Entstehung. medpex war für Sie vor Ort.

Vom Flughafen Toulouse aus fahren wir mit unserem Mietwagen, einem Peugeot 208, gen Osten. Die weiche, hügelige Landschaft Südwestfrankreichs lässt sofort Urlaubsstimmung aufkommen. Das Autoradio untermalt mit ZAZ unsere Leichtigkeit.

Doch dann sind wir irritiert! Wir parken vor einem halbkreisförmigen Gebäude ganz aus Glas, es sieht eher wie ein Wellnesshotel als wie eine Unternehmenszentrale aus. Haben wir da womöglich etwas durcheinander gebracht, ist das bereits die Thermalklinik, die wir eigentlich erst später am Tag besuchen möchten? Doch, wir sind richtig! Wir stehen in Lavaur vor „Les Cauquillous“, dem Hauptsitz von Pierre Fabre Dermo-Kosmetik und somit der Marke Avène. In seiner Architektur ist es dem chinesischen Yang-Symbol nachempfunden.

Vom harmonischen gläsernen Gebäude, den Außenanlagen und dem Hightech-Entwicklungszentrum im Inneren sind wir beeindruckt: Man erklärt uns beim Rundgang, dass die Unternehmensgruppe Laboratoires Pierre Fabre jährlich 25 Prozent des Umsatzes in die Entwicklung von Medikamenten und dermatologisch optimierten Kosmetikserien investiert. Und eine Neuentwicklung braucht manchmal Jahre. Ganze acht Jahre dauerte beispielsweise die Entwicklung des neuen, sterilen Verschluss-Systems „D.E.F.I.“ (Device Exclusive Formula Integrity) für Tolérance extrême, eine Pflegelinie für allergische, hypersensible Haut von Avène.

Avène – die führende Apothekenmarke im Bereich Dermo-Kosmetik in Frankreich.

Nach dem Rundgang durch die Unternehmenszentrale sitzen wir wieder im Peugeot, auf dem Weg nach Avène im Naturpark Haut-Languedoc. Wann immer wir eines der malerischen südwestfranzösischen Dörfer durchfahren, entdecken wir ein Indiz dafür, dass Avène in Frankreich die führende Apothekenkosmetikmarke ist: Mal sehen wir ein Display oder Poster im Schaufenster, mal blitzt irgendwo das charakteristische pastellig-zarte Rosé der Marke durch. Und immer wieder sehen wir den Schriftzug von Avène.

Haut-Languedoc – Land der Berge und der Quellen. 

Nun endlich, rund sieben Stunden nach unserer Ankunft am Flughafen, fahren wir am Ortsschild von Les Bains d’Avène vorbei. Die Zeit scheint in diesem 300-Seelen-Dorf stehen geblieben zu sein. Das lokale Office de Tourisme preist die Region als „Le Pay des Monts et des Sources“ an – Land der Berge und der Quellen. Wir suchen die Thermalklinik von Avène – ebenfalls ein moderner Bau mit vielen Glasflächen. Die Direktorin Marie-Ange Martincic führt uns durch das Hydrotherapeutische Zentrum, das zwischen April und Oktober von mehr als 4 000 Patienten für einen Kuraufenthalt bei Hautproblemen genutzt wird.

Eine junge Mutter kommt uns entgegen, auf dem Arm ein Kind im weißen Bademantel. Die Haut des Kindes sichtbar gerötet, die Miene der Mutter nicht glücklich. Die kleine Sophie aus Paris leidet unter Neurodermitis, kann nicht schlafen, kratzt sich ständig. Drei Wochen wird sie nun hier verbringen. Marie-Ange Martincic erklärt uns, dass Sophie im Rahmen ihrer Kur zahlreiche Wasseranwendungen mit dem Eau Thermale von Avène erhalten wird (Balneotherapie). Darüber hinaus kommen die Produkte der Linie für besonders gereizte Haut zur Anwendung: Avène XeraCalm A.D mit einer Kombination von Inhaltsstoffen, die speziell auf die Bedürfnisse atopischer und extrem trockener, zu Juckreiz neigender Haut abgestimmt ist. Aber es seien nicht nur die in XeraCalm A.D enthaltenen rückfettenden Bestandteile, die zum Therapieerfolg führten, es sei auch das Eau Thermale von Avène selbst, das die Haut beruhige, Hautreizungen lindere und Entzündungen hemme, so Marie-Ange Martincic.

Wasser, das rund 40 Jahre durch unterschiedliche Gesteinsschichten sickert. 

Wir wollen wissen, was das Thermalwasser aus Avène so besonders macht! „Es ist die besondere Reinheit dieses langsam durch das Felsgestein sickernden Quellwassers sowie sein Alter von rund 40 Jahren und die außergewöhnliche Zusammensetzung aus Mineralstoffen, Spurenelementen und Kieselerde. Sie verleiht unserem Thermalwasser hautberuhigende, reizlindernde und entzündungshemmende Eigenschaften“, erklärt uns Marie-Ange Martincic.

Und natürlich erzählt sie uns an dieser Stelle von dem berühmten Pferd, dem die Entdeckung der Quelle verdankt wird: Das unter einer Hauterkrankung leidende Pferd des Marquis de Rocozels hatte einige Wochen in der Quelle des Flusses Orb nahe Avène gebadet und daraus getrunken. Daraufhin war das Tier genesen. Der Marquis ließ die Quelle untersuchen. Er erklärte sie zur Thermalquelle, erwarb sie und verlieh ihr den Namen „Sainte Odile“. Das war 1736. 1874 wurde die Quelle als staatliche Heilquelle anerkannt und Anfang des 20. Jahrhunderts erlebte der Thermalort Avène seine Glanzzeit, dann geriet der Kurort zunehmend in Vergessenheit. 1975 restaurierte Pierre Fabre die Quelle Sainte Odile und eröffnete eine neue Avène-Thermalklinik. Gleichzeitig nahm die sterile Produktionsstätte der Marke Avène ihren Betrieb auf. Die ersten Produkte – allen voran das legendäre Thermalwasserspray – fanden eine begeisterte Anwendergemeinde.

Letzter Stopp unserer Besuchstour: Wir stehen an der Quelle selbst.

Aber davon sehen wir leider nicht viel. Dürfen wir auch nicht! Denn hier passiert alles unter strengsten Hygienebedingungen. Die Abfüllung des völlig naturbelassenen Rohstoffs Eau Thermale aus der Quelle Sainte Odile erfolgt seit 1990 direkt an der Quelle – in einem sterilen Herstellungsblock. Auf dem rund 10 000 Quadratmeter großen Gelände sind außerdem Vertrieb und die Labore angesiedelt: Hier testen Experten die therapeutischen Eigenschaften des Thermalwassers. Sie entnehmen täglich Proben, untersuchen und protokollieren die charakteristische Zusammensetzung des Wassers nach strengsten Kriterien und entwickeln die Avène-Pflegelinie ständig weiter – so beispielsweise ein neues Sonnenöl mit Lichtschutzfaktor 30 ohne Parabene, besonders wasserfest und mit hocheffektivem Breitbandschutz gegen schädliche UV-Strahlung.

Von Gesundheit zu Schönheit.

Es ist leider Zeit, Abschied zu nehmen von Avène, vom Lebenswerk des 2013 verstorbenen Entrepreneurs Pierre Fabre, der sein Leben dem Gedanken „von Gesundheit zu Schönheit“ gewidmet hat. Doch wir nehmen Avène nicht nur in Gedanken mit: Im Gepäck haben wir eine Flasche des berühmten Thermalwassers, das die Haut so wunder-bar zu beruhigen vermag. (mf)

Avène – Dermo-Kosmetik aus der Hand eines Apothekers

Pierre Fabre

Pierre Fabre. (Bild: Pierre Fabre Dermo-Kosmetik GmbH)

1961 legt der Apotheker Pierre Fabre in Castres in Südwestfrankreich den Grundstein für die Marke Avène. Auf allen Kontinenten der Erde, in mittlerweile über 130 Ländern, schwören Menschen mit empfindlicher Haut auf die Dermo-Kosmetik von Avène. Für seine Verdienste als Unternehmer und Wohltäter erhielt Pierre Fabre 2010 von Staatspräsident Nicolas Sarkozy das Grand Croix der Légion d’Honneur, den höchsten Orden der französischen Ehrenlegion.

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