Exotischer Alleskönner

Alleskönner-Kokosnuss

Die Kokosnuss ist gerade in aller Munde – im wahrsten Sinne des Wortes. Besonders der Hype um das aus der Superfrucht gewonnene Öl ist riesig. Es soll sich nämlich positiv auf unsere Gesundheit sowie unser äußeres Erscheinungsbild auswirken. Was ist dran an dem Trend?

Einen Tag ohne Kokosöl gibt es für mich nicht“, so das Schönheitsgeheimnis von Supermodel Miranda Kerr. Und damit ist sie nicht allein. Auch ihre Kolleginnen sowie unzählige Hollywood-Stars schwören auf den tropischen Allrounder. Doch was ist so besonders an dem milchigen Öl, dessen Duft uns an den letzten Sommerurlaub erinnert?

Kokosöl hat eine lange Tradition – nicht nur in der asiatischen Medizin. Das „Juwel der Tropen“ und aus ihm gefertigte Produkte sind Grundnahrungsmittel vieler Völker. Dank des Kokosöls sollen viele von ihnen weniger an Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder einem zu hohen Cholesterinspiegel gelitten haben. Auch Ernährungs- und Gesundheits-Gurus haben das in den letzten Jahren bemerkt und das Power-Öl populär gemacht.

Ein Öl mit vielen Talenten

Die Fertigung von nativem, also kalt gepresstem Kokosöl ist im Gegensatz zur Produktion von anderen Ölen relativ einfach: Eine reife Kokosnuss besteht zu circa 35 Prozent aus Öl. Dieses wird aus der sogenannten Kopra, dem Fruchtfleisch der Kokosnuss, gewonnen. Die Kopra wird zunächst herausgelöst, dann zerkleinert, getrocknet und abschließend in einer Ölmühle ausgepresst. Heraus kommt ein flüssiges Öl, das bei einer Temperatur von unter 25 Grad Celsius milchig-weiß und fest wird. In diesem Stadium wird das Produkt dann auch oft als Kokosfett bezeichnet. Dieses kann man dann, anders als die meisten Öle oder Fette, bis zu zwei Jahre aufbewahren, wenn man es kühl und trocken lagert. Kokosöl ist hocherhitzbar und eignet sich hervorragend zum Backen, Braten und Frittieren von Speisen. Auch in Suppen, Salatdressings und neuerdings sogar in Kaffee (Stichwort „Bulletproof Coffee“) passt es gut.

Das Superfood ist reich an gesättigten Fettsäuren. Moment mal, hieß es nicht über Jahre hinweg, man solle genau diese meiden und dafür auf ungesättigte Fettsäuren setzen, um einem zu hohen Cholesterinspiegel und irgendwann einem Herzinfarkt zu entgehen? Nicht nur die Tradition, sondern auch Forschungsergebnisse widersprechen diesem Leitsatz mittlerweile. Und das könnte daran liegen, dass im Falle des Kokosöls mehr als die Hälfte der gesättigten Fettsäuren mittelkettig ist. Das bewirkt, dass das Öl leicht verdaulich ist und sich nicht als Depot-Fett an Hüften und Bauch bemerkbar macht. Ganz im Gegenteil – unser Körper verstoffwechselt es sofort. Die Folge: Der Stoffwechsel wird angekurbelt, die Fettverbrennung beschleunigt. Außerdem können die gesättigten Fettsäuren unseren Appetit etwas dämpfen, weshalb viele Menschen beim Abnehmen auf die Verwendung von Kokosöl schwören. Doch Achtung: Fett bleibt Fett – deshalb sollte eine Menge von vier Esslöffeln pro Tag nicht überschritten werden!

Und auch medizinisch kann sich Kokosöl durchaus sehen lassen. Dank der enthaltenen Laurinsäure soll es – innerlich wie äußerlich – beruhigend und antiseptisch wirken. Deshalb eignet es sich beispielsweise besonders gut zur Massage von gereizter Kopfhaut oder zur Einnahme bei Magenschmerzen. Ein echter Immun-Booster also.

Beauty-Wunder Kokosöl

Das dezent duftende Öl ist ein hervorragendes Anti-Aging-Mittel, denn es steckt voller Antioxidantien – dem altbekannten Freie-Radikale-Fänger – und macht den Falten Beine. Hallo, praller Traum-Teint! Zudem wirkt Kokosöl extrem feuchtigkeitsspendend und pflegend. Egal ob Haut oder Haare: Der exotische Alleskönner darf in keinem Badezimmerschrank oder Kosmetiktäschchen fehlen. Wie vielseitig Kokosöl ist, lesen Sie auch im Kasten unten.

Kokosöl – bewährte Beauty-Einsatzgebiete:

  • Als Lippenpflege (einfach in einen kleinen Tiegel abfüllen)
  • Als Körperpeeling (½ Tasse Kokosöl + 1 Handvoll Zucker oder Salz)
  • Als Make-up-Entferner (auch bewährt zum Ausbessern von verschmierter Mascara oder Lippenstift-Patzern)
  • Als Augencreme
  • Als Conditioner (1 h vor dem Waschen auftragen, dann gründlich ausspülen)
  • Als Anti-Frizz-Mittel (einfach eine kleine Menge in Deckhaar und Spitzen einarbeiten)
  • Als Nagelhaut-Pflege und Handcreme
  • Als Rasiergel
  • Als Bodylotion

 

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