Ungewöhnliche Museen

Museum

Sie wollten schon immer mal wissen, wie Schokohasen entstehen, wie mit einer Brustkralle gefoltert wurde oder wie kreativ die ersten Computerviren programmiert waren? Wir haben eine Auswahl ungewöhnlicher Museen für Sie zusammengestellt, um Ihre Neugier zu wecken, Ihre Sinne zu schärfen, Alltagsroutinen zu hinterfragen oder einfach einen spannenden Tag mit der Familie zu verbringen.

Ein Erfahrungsfeld für alle Sinne

Im Schloss Freudenberg in Wiesbaden hat ein gemeinnütziger Verein mit Künstlern, Handwerkern und Pädagogen ein inspirierendes Erfahrungsfeld für alle Sinne geschaffen. In der Eiskammer können Sie beispielsweise Eisblumen beim Wachsen zuschauen. Oder Sie lassen Ihre bloßen Füße auf dem Barfußpfad unterschiedliche Texturen erspüren und testen in der DunkelBar Ihre Geschmacksknospen in völliger Finsternis. Die Speisen servieren Ihnen blinde Mitarbeitende. Zusätzlich zu diesen Erlebnis- und Experimentierstationen finden auf dem weitläufigen Gelände auch öffentliche Führungen, Jahreszeitenfeuer, Ferienangebote, Seminare oder Konzerte statt. www.schlossfreudenberg.de

Zum Henker!

Im Foltermuseum in Rüdesheim am Rhein befinden sich 144 mittelalterliche Folterwerkzeuge mit umfangreicher Bildergalerie. In historischen Gewölbekellern mit schaurig-schönem Ambiente erfahren Sie Wissenswertes über Folter, Scheiterhaufen, Hexenverfolgung, Hexenverbrennung, Inquisition und die Rechtsgeschichte im Mittelalter. Von Knie-, Daumen- und Schädelschraube über Guillotine, eiserne Mundsperre, Galgen, Pendel, Halsgeige bis hin zur Streckbank ist alles zu sehen. Aber: Die Erinnerung daran, welche Qual Menschen anderen Menschen zufügen können, ist nichts für zarte Gemüter und kleine Kinder.
www.foltermuseum.com

 Tipp
Crazy, sexy, cool! Noch mehr verrückte Museen weltweit, wie beispielsweise das Parasitenmuseum in Tokio oder das Kettensägenmuseum im schwedischen Huskvarna, finden Sie unter www.kabeleinsdoku.de/themen/geschichte/die-10-verruecktesten-museen-der-welt

Achtung, ansteckend!

Online Museum: Das Malware Museum im Internet Archive ist eine Online-Sammlung von Computerviren und -würmern, die in den 1980ern und 1990ern auf privaten Computern gelandet sind. Die Nutzer erfuhren damals durch originelle Animationen, Bilder oder Nachrichten, dass ihr Gerät infiziert war. Durch diese Schreckensmeldungen im 8-Bit-Pixel-Look können Sie sich durchklicken. Gesammelt und ausgewählt hat sie der finnische Antiviren-Spezialist Mikko Hyppönen, der seit Jahrzehnten Computerschädlinge jagt. Das Internet Archive in San Francisco ist ein gemeinnütziges Projekt, das 1996 von Brewster Kahle gegründet wurde. Seit 2007 hat es den offiziellen Status einer Bibliothek; sie verfügt über Bücher, Filme, Software, Musik, Websites und vieles mehr.                                      www.archive.org/details/malwaremuseum

Lange Nasen und große Augen

Direkt am Elberadweg in Radebeul nordwestlich von Dresden liegt das Lügenmuseum. Die skurrile, fantasievolle Ausstellung in einem alten Gasthof handelt von Kreativität und Imagination, Illusionen und geheimnisvollen Geschichten, versteckten Wahrheiten und Unerklärlichem. Alles begann angeblich damit, dass Emma von Hohenbüssow 1884 in einem blauen Pavillon Dinge sammelte, die es gar nicht gibt: das Loch aus der Zauberflöte von Mozart, das legendäre Ohr von Vincent van Gogh oder die Silberbüchse von Winnetou. Überzeugen Sie sich selbst: Die kuriosen Objekte und Installationen beflügeln beim Anschauen die eigene Fantasie. Viel Spaß bei der Suche nach der Wahrheit – wenn es sie denn gibt?! www.luegenmuseum.de

Ein Stück vom Glück

Das Schokoladenmuseum in Köln begeistert mit seiner Sammlung nicht nur Schokoladenfans. Es nimmt die Besucher mit auf eine Reise durch 5 000 Jahre Kulturgeschichte von Kakao und Schokolade. Von den Maya in Mesoamerika ausgehend trat die dunkle Spezialität ab dem 16. Jahrhundert ihren Siegeszug in die ganze Welt an. In einer gläsernen Fabrik können Sie sehen, wie heute aus Kakaobohnen Schokoladenmasse hergestellt wird, der Produktionsbereich zeigt die Verarbeitung der Kakaobohne über das Rösten, Brechen und Mahlen bis hin zur fertig gemischten, gewalzten und conchierten Schokoladenmasse. Ein Schokoladenbrunnen liefert den Besuchern die Geschmacksprobe. Wir sagen: macht glücklich!
www.schokoladenmuseum.de

Game on!

Nicht nur für Gamer: Das Computerspielemuseum in Berlin wurde 1997 als weltweit erstes Museum für interaktive digitale Unterhaltungskultur eröffnet und verfügt über mehr als 300 Exponate. Es versammeln sich Raritäten und Kuriositäten aus 60 Jahren Entwicklungsgeschichte der Games: vom legendären Pong-Automaten über den Nimrod bis zum Polyplay, aktuelle 3D-Spiele, Tanz- und Bewegungsspiele. Das Museum bietet neben der Dauerausstellung auch Sonderausstellungen, Führungen sowie die Vermietung von spielbaren Klassikern für Events an. Eine faszinierende Zeitreise zu Super Mario und Co.!
www.computerspielemuseum.de

Mensch, Körper, Leben

Im Deutschen Hygiene-Museum in Dresden geht es weniger um Hygiene als vielmehr um den Menschen in all seinen Facetten. Die Objekte der Dauerausstellung reichen von wertvollen Moulagen (Wachsabbild von Körperpartien), anatomischen Modellen und Präparaten, internationaler AIDS-Plakat-Kunst bis zu körper- und kulturhistorischen Exponaten. Man kann viel interaktiv ausprobieren, fühlen, hören – auch für Kinder ist das Angebot sehr lohnenswert. Den häufig wechselnden Sonderausstellungen eilt oft ihr guter Ruf voraus. Die Themen: Glück und Leidenschaft, Sex, Tod, Sport und Tanz, Klima, Sprache oder Scham – das Museum stellt die kulturellen, sozialen und wissenschaftlichen Umwälzungen unserer Gegenwart zur Diskussion.
www.dhmd.de

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