Wenn uns der Sommer ins Schwitzen bringt

Schwitzen im Sommer

Schwitzen im Sommer

Sommer, Sonne, Sonnenschein – ein strahlend blauer Himmel lädt zum Eis essen, Schwimmen oder Bummeln ein. Sommerkleid an und Sonnenbrille gezückt – schon kann es losgehen. Schwitzen sollte Sie nicht daran hindern, den Sommer mit offenen Armen zu begrüßen.

Die Temperaturen treiben die Anzeige auf dem Thermometer in die Höhe und unsere Laune steigt gleich mit: Die Badekleidung freut sich auf die Sommersaison – und wir freuen uns auf eine nasse Abkühlung. Ist aber Bürokluft statt Relaxen am Badesee angesagt, bedeutet das eher heiße Luft statt laues Lüftchen. Die Folge: Wir schwitzen, denn unser Körper kühlt sich dadurch ab. Ob Sommerhitze, große Aufregung, Stress oder Angst: Schwitzen lässt sich nicht immer vermeiden.

Den Alltag genießen. Der einfachste Schritt, um auch bei hohen Temperaturen ungetrübte Sommerfreude zu versprühen, beginnt mit dem, was wir auf der Haut tragen: Vor allem im Sommer ist luftdurchlässige Kleidung aus Naturmaterialien wie Baumwolle oder Leinen komfortabel. Und auch am Essensplan können wir schrauben: Ideal ist leichte Kost mit viel frischem Obst und Gemüse. Schwere und scharf gewürzte Speisen hingegen bringen uns ins Schwitzen. So einladend Cafés und Bars mit Stühlen in der Sonne uns anlächeln: Kaffee und alkoholische Getränke können ebenfalls die Transpiration fördern – daher gönnen wir sie uns am besten in Maßen.

In die Trickkiste greifen. Wenn bequeme Kleidung und leichte Kost nicht genug sind, lässt sich Schwitzen auch medizinisch behandeln. Hände, Füße und Achseln wollen sich nicht verstecken – cremen und sprühen hilft oft schon. Schweißhemmende Deos und Cremes enthalten Antitranspirante, übersetzt heißen diese Substanzen „Schweißhemmer“. Der Arzt kann außerdem Botox in die schwitzenden Hautpartien spritzen – dadurch werden Nervenimpulse gehemmt, die die Schweißdrüsen aktivieren. Ein anderes Verfahren ist die sogenannte Iontophorese: Dabei werden schwitzige Hände und Füße in Wasserbädern mit Schwachstrom behandelt. Alternativ lassen sich Schweißdrüsen sogar chirurgisch entfernen. Und nicht zuletzt können Medikamente das Schwitzen vermindern, wenn die Schweißausbrüche den ganzen Körper betreffen.

Auf der sicheren Seite. Vermehrtes Schwitzen ist an sich nicht schädlich. Oft gibt es keinen erkennbaren Grund. In Einzelfällen kann sich jedoch eine Krankheit dahinter verbergen. Dann ist es wichtig, dass ein Arzt die richtige Diagnose stellt. Verantwortlich für die Schweißausbrüche ist dann etwa eine Hormon- oder Stoffwechselstörung. Bestes Beispiel: Oft sind Frauen in den Wechseljahren während der Hormonumstellung betroffen. Aber nicht immer sind die Ursachen körperlicher Natur: Wenn wir sehr häufig ins Schwitzen geraten, deutet das manchmal darauf hin, dass wir psychisch stark unter Druck stehen. Es ist dann ein Stresssignal unseres Körpers, mit dem er auf Ängste und Sorgen reagiert. Hier kann eine Therapie dabei helfen, mit Belastungen besser umzugehen. (ih)

Darum schwitzen wir

Eine Körpertemperatur von etwa 37 °C ist optimal für unseren Organismus. Der Körper ist deshalb ständig bemüht, sie in diesem Bereich zu halten. Sinkt die Temperatur oder steigt sie an, wird das an unser Gehirn gemeldet. Es versucht dann, über Körperfunktionen gegenzusteuern. Bei Kälte fangen wir an zu zittern, damit die Muskulatur Wärme erzeugt.

Wird es dem Körper hingegen zu warm, aktivieren Nervenreize die Schweißdrüsen in unserer Haut. Sie produzieren Schwitzflüssigkeit, die auf der Oberfläche des Körpers verdunstet. So wird ihm die überschüssige Wärme entzogen. Wenn die Körpertemperatur sich dennoch erhöht, wie zum Beispiel bei starkem Fieber, ist das gefährlich: Es kann die Organe schädigen.

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