Über den Wolken

Kind im Flieger

Na, Koffer schon gerichtet, Handgepäck bereit? Wenn es Sie diesen Sommer mit dem Flieger zu fernen Zielen zieht, sollten Sie einen Blick auf die Tipps dieser Doppelseite werfen. Wir haben für Sie wichtige Infos zum Thema Gesundheit auf Flug-reisen zusammengestellt – damit Sie fit und entspannt ankommen!

Zeitreisen ohne Jetlag

Bei längeren Flügen bringt die Zeitverschiebung den Biorhythmus des Körpers durcheinander. Um den Jetlag klein zu halten, arbeiten Sie am besten schon vorher auf den neuen Rhythmus hin, gehen also in den Tagen vor der USA-Reise zwei Stunden später ins Bett. Wenn Sie dann im Flieger Richtung Westen sitzen, versuchen Sie möglichst, wach zu bleiben. Viel Bewegung und eiweißreiche Nahrung können dabei helfen. Wer dagegen nach Osten unterwegs ist, sollte möglichst schlafen; eine kohlehydratreiche Bordmahlzeit und Entspannungsübungen erleichtern das Einschlafen. Am Ziel stellt sich die innere Uhr am besten um, wenn Sie sich viel im Freien aufhalten und Ihre Aktivitäten der Ortszeit anpassen.

Medikamente: Timing ist alles

Bei Zeitverschiebung heißt es aufpassen: Für Antibiotika etwa ist ein gleichbleibend hoher Wirkspiegel wichtig, deshalb sollten sie weiterhin in gleichem Abstand eingenommen werden. Kortison wiederum muss auf Biorhythmus und Tageszeit abgestimmt sein. Bei Reisen ostwärts nimmt man es daher täglich zwei Stunden früher ein, bis der Einnahmezyklus wieder mit der Ortszeit übereinstimmt. Diabetiker müssen bedenken, dass bei einem Westflug unter Umständen mehr Insulin benötigt wird. Viele Antibabypillen tolerieren eine verspätete Einnahme von bis zu zehn Stunden, da kann es oft bei der gewohnten Pillenroutine bleiben. Benutzerinnen einer Minipille müssen die Einnahme auf eine andere Tageszeit legen oder auf einem Westflug eine Pille zusätzlich einnehmen. Besprechen Sie sich im Zweifel vor der Reise mit dem Arzt oder rufen Sie das medpex Service-Telefon an (0800-6633739).

Den Durchblick behalten

Im Flugzeug herrscht wegen der Klimaanlage eine geringe Luftfeuchtigkeit. Die Folge: trockene Augen. Besonders Kontaktlinsenträger merken das. Mancher wird daher an Bord wieder zum Brillenträger oder greift großzügig zu Nachbenetzungstropfen. Befeuchtende Augentropfen, zum Beispiel mit Hyaluronsäure, sind grundsätzlich bei empfindlichen Augen eine Erleichterung. Und reichlich trinken spendet auch den Augen Feuchtigkeit.

Lässiger Zwiebellook

Das optimale Outfit zum Fliegen: mehrere dünne Kleidungsstücke übereinander. Damit ist man für alle Temperaturen an Bord gerüstet und wird auch am Zielflughafen weder frieren noch schwitzen. Die Kleidung sollte locker sitzen, damit Sie sich bequem bewegen können. Und auch die Füße fühlen sich in leichten Schuhen am wohlsten. Tipp: Ein großer Schal zum Einmummeln hilft beim Einschlafen.

Beine in Bewegung

Bei langem Sitzen schwellen die Beine an und beginnen zu kribbeln. Um das Thromboserisiko zu reduzieren, können Sie mit Beingymnastik die Venenmuskelpumpe anregen: die Füße abwechselnd anziehen und strecken, zwischendurch aufstehen, auf den Zehen wippen. Ein Gangplatz bietet da mehr Bewegungsfreiheit. Auch Kompressionsstrümpfe erleichtern den Blutfluss. Risikopatienten können sich vorab blutverdünnendes Heparin verordnen lassen. Außerdem sollten Sie viel trinken.

Nur keine Angst

Fliegen ist wie Busfahren über den Wolken – und trotzdem steigt jeder dritte Passagier mit einem unguten Gefühl ins Flugzeug. So schaffen Sie die Voraussetzungen für eine entspannte Reise: Treten Sie den Flug ausgeruht und ohne Hetze an und wählen Sie sich „Ihren“ Sitzplatz: Über den Tragflächen sind die Flugbewegungen am geringsten zu spüren, auf einem Gangplatz fühlt man sich weniger eingesperrt. Die Lieblingsmusik, ein gutes Buch und Gespräche lenken ab. Auch Entspannungstechniken wie progressive Muskelentspannung und Atemübungen können Unruhe mildern. Übrigens: Viele Fluglinien bieten auch Seminare gegen Flugangst an.

Was auf die Ohren

Luftdruckänderungen in der Kabine verursachen manchmal Ohrenschmerzen, besonders bei der Landung oder wenn eine Erkältung die Atemwege verstopft. Oft helfen einfache Gegenmaßnahmen: gähnen, kräftig schlucken oder Kaugummi kauen. Oder Sie halten sich die Nase zu und pressen die Luft bei geschlossenem Mund kräftig in den Rachenhinterraum. Bei einer Erkältung kann abschwellendes Nasenspray die für den Druckausgleich wichtigen Verbindungsgänge frei machen. Spezielle Ohrstöpsel sorgen für eine sanfte Anpassung des Drucks zwischen Außenwelt und Mittelohr (siehe Tipp).

Hautsache gut gepflegt

Unter der trockenen Kabinenluft leidet auch die Haut. Verwöhnen Sie sie am Abflugtag mit einer feuchtigkeitsreichen Creme (oder der reichhaltigeren Nachtcreme). Fürs Handgepäck sind Beauty-Produkte in Mini-Größen und Pröbchen aus der Apotheke genau richtig. Achten Sie wegen der EU-Sicherheitsrichtlinie darauf, dass Gefäße mit Flüssigkeiten maximal 100 Milliliter Fassungsvermögen haben, und packen Sie alles in einen transparenten Ein-Liter-Zipperbeutel. Oder weichen Sie auf feste Kosmetika aus: also Rouge in Puderform, Kajal statt flüssigem Eyeliner, Lippenstift statt Lipgloss. Auch Abschminktücher leisten im Flieger gute Dienste und zum Erfrischen zwischendurch eignet sich Thermalwasserspray in Mini-Größe.

Tipp:

Bei medpex finden Sie druckausgleichenden Gehörschutz, auch in Kindergröße. Die Ohrstöpsel bilden eine kleine Kammer im Gehörgang und dank eingebautem Filter steigt der Luftdruck dort dann langsamer an.

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