Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose)

Produziert die Schilddrüse zu wenige Hormone, arbeitet der Stoffwechsel auf Sparflamme. Eine chronische Entzündung der Schilddrüse ist die häufigste Ursache für eine erworbene Schilddrüsenunterfunktion. Bei der sogenannten Hashimoto-Thyreoiditis handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung. Die körpereigenen Abwehrzellen greifen fälschlicherweise das eigene Schilddrüsengewebe an und verursachen eine Unterfunktion. Hashimoto-Thyreoiditis kann ein Ungleichgewicht und eine Verminderung der weiblichen Hormone verursachen. Oft leiden Frauen an Zyklusstörungen und unter einem unerfüllten Kinderwunsch.

Mögliche Symptome einer Schilddrüsenunterfunktion

  • unerklärliche Gewichtszunahme
  • Verstopfung
  • trockene Haut und brüchiges Haar
  • Kälteempfindlichkeit
  • Müdigkeit und Antriebslosigkeit
  • Konzentrationsstörungen
  • Abnahme der Leistungsfähigkeit
  • Depressive Verstimmungen
  • langsamer Puls
  • Zyklusstörungen bei Frauen

Therapiemöglichkeiten der Unterfunktion

Bei einer Unterfunktion hat sich als Therapie die Einnahme von künstlich hergestellten Schilddrüsenhormonen bewährt, die in Tablettenform morgens auf nüchternen Magen verabreicht werden. In der Regel wird mit einer geringen Dosis begonnen, die langsam gesteigert wird, bis sich die Schilddrüsenwerte normalisiert haben. Eine gute Einstellung und lebenslange Therapie sind für die Erhaltung der Lebensqualität und Gesundheit wichtig.


Hinweis

Dieser Artikel gibt einen Einblick in das Thema und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit; keinesfalls ersetzt er einen Arztbesuch. Um das gesundheitliche Wohlbefinden zu erhalten und Komplikationen zu vermeiden, ist es wichtig, sowohl eine Unter- als auch eine Überfunktion der Schilddrüse behandeln zu lassen.1 (atw)

1Wird eine Unter- oder Überfunktion der Schilddrüse nicht behandelt, können lebensbedrohliche Komplikationen auftreten. Eine unbehandelte Überfunktion kann zu einer sogenannten thyreotoxischen Krise führen. Symptome sind zum Beispiel ein beschleunigter Puls, hohes Fieber, Durchfall, Erbrechen und Muskelschwäche. Werden die Symptome nicht behandelt, kann das zu Bewusstseinsstörungen und im schlimmsten Fall zur Bewusstlosigkeit führen. Eine lang bestehende und unbehandelte Unterfunktion kann in seltenen Fällen zu einem sogenannten Myxödem-Koma mit verlangsamter Atmung, niedriger Körpertemperatur und gleichzeitigem Blutdruckabfall führen. Eine intensivmedizinische Behandlung ist in diesem seltenen Fall notwendig.

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