Narbenpflege, glatt und reizlos

Gegen störende Narben lässt sich etwas tun, mit Gel, Creme und Folie.

Ob die Narbe nach einer Operation oder einer Verletzung eine feine helle Linie wird oder ein dicker roter Wulst, ist vor allem Typsache. Aber Sie können einiges dafür tun, damit sich die Lücke in Ihrer Haut möglichst glatt und reizlos schließt:

Reize meiden
Narben bestehen aus Bindegewebe mit einer nur sehr dünnen oberflächlichen Hautschicht. Anders als gesunde Haut ist sie kaum in der Lage, Fremdstoffe abzuwehren. Diese gelangen leichter in tiefere Schichten und können das Gewebe reizen. Deshalb sollten Sie möglichst keine Kosmetika verwenden, die Duftstoffe enthalten oder Substanzen, die Allergien auslösen können. Ein besonders schädlicher Reiz: UV-Strahlung. Da Narbengewebe auch keine Pigmente mehr bilden kann, bräunen Narben beim Sonnenbaden nicht, sondern bleiben weiß. Schützen Sie die Haut im Bereich der Narben mit Sonnenblockern.

Wirkstoffe einmassieren
Cremes mit Zwiebelextrakt und Heparin sollen überschießendes Wachstum des Bindegewebes hemmen. Als Narbenkosmetikum ist auch eine Zubereitung mit pflegenden Substanzen wie Allantoin, Nachtkerzenöl und Panthenol erhältlich. Das Einmassieren der Creme fördert die Durchblutung in der Haut und regt so den „Aufräumprozess“ im Hautersatzgewebe
an. Die Massage aktiviert möglicherweise die Kollagenase, ein Enzym, das Narbengewebe abbaut.

Schutzschicht für optimales Klima
Mit Hilfe spezieller Pflaster kann man versuchen, den Stoffwechsel in gerötetem, überschießendem Narbengewebe zu beeinflussen. Das Prinzip: Luftdicht abdeckende Folien, die täglich über mehrere Wochen angewendet werden, sorgen für ein ideales Klima auf der Haut und regen dadurch Umbauvorgänge im Narbengewebe an. Wer gegen Latex oder Klebstoff allergisch ist, kann eine selbsthaftende Folie aus Polyurethanschaum verwenden. Einen vergleichbaren Klima- Effekt erzeugen dünne Folien aus Silikon oder ein Silikongel, das auf die Haut aufgetragen wird. Durch den abdichtenden Effekt des Gels, der Folien und Pflaster wird das Gewebe auf Dauer weicher und elastischer, die Narben flachen ab. Narben, die unter dem Hautniveau liegen, können mit dieser Methode allerdings nicht behandelt werden.

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