Kreislauf – So bleiben Sie fit an heißen Tagen

Kreislauf – So bleiben Sie fit an heißen Tagen

Kreislauf – So bleiben Sie fit an heißen Tagen

Schwüle Sommerhitze macht dem Körper häufig zu schaffen. Wenn das Thermometer auf Rekordwerte klettert, rutscht der Blutdruck bei vielen von uns in den Keller. Kopfdruck, Schwindel und lähmende Müdigkeit sind die typischen Folgen. So bringen Sie Ihren Kreislauf an heißen Tagen wieder in Schwung.

Wenn Sie ohnehin schon zu Kreislaufproblemen neigen, dann leiden Sie bei drückender Hitze besonders. Aber erwischen kann es auch jeden, der sich ansonsten gesund fühlt: Wenn es draußen warm und schwül ist, macht der Körper schon einmal schlapp. Das Gehirn wird dann schlechter als sonst durchblutet und bekommt nicht mehr ausreichend Sauerstoff. Bemerkbar macht sich das so: Ihnen schmerzt den ganzen Tag lang der Kopf, Sie fühlen sich matt und können sich schlecht konzentrieren. Im schlimmsten Fall kommt es zum Kreislaufkollaps, einer kurzen Ohnmacht, bei der einfach die Beine wegsacken. Mit ein paar Tricks kann es aber gelingen, auch an heißen Tagen munter und fit zu bleiben.

Das beste Rezept besteht darin, den Kreislauf schon morgens anzukurbeln. Eine Ganzkörper-Bürstenmassage regt die Durchblutung an und macht munter. Oder versuchen Sie es mit Wechselduschen: Dazu Beine und Arme mehrmals abwechselnd mit warmem und kaltem Wasser abspülen. Dabei immer von unten nach oben vorgehen, also an Füßen und Händen beginnen. Enden Sie mit einer kalten Dusche.

Vergessen Sie niemals, bei hohen Temperaturen genügend zu trinken. Vermeiden Sie dabei eisgekühlte Getränke – und Alkohol, denn der belastet den Kreislauf. Kaffee kann den Blutdruck zwar kurzfristig steigern, die Wirkung hält aber nicht lange an. Trinken Sie am besten den ganzen Tag über lauwarme Fruchtsaftschorlen, Tees oder Mineralwasser, im Sommer täglich über zwei Liter. Verzichten Sie außerdem auf große, schwere Mahlzeiten und essen Sie stattdessen öfter kleine Portionen mit viel Obst und Salat.

Ziehen Sie sich nach Möglichkeit während der größten Hitze zurück. Nicht umsonst wird in mediterranen Ländern Siesta gehalten. Verbringen auch Sie den Mittag und frühen Nachmittag in kühlen Räumen oder im Schatten. Sie müssen trotzdem raus in die Hitze? Dann schützen Sie Ihren Kopf mit einem Hut, Baseballcap oder Tuch vor der Sonne. Wenn es draußen heiß ist, sollten wir es insgesamt ruhiger angehen und Anstrengungen tagsüber vermeiden. Sport und Bewegung sind zwar grundsätzlich gut für den Kreislauf – sollten aber auf laue Morgen- und Abendstunden verlegt werden.

Ergreifen Sie Notfallmaßnahmen, wenn Ihnen trotz allem schummerig wird: Ohrensausen, Übelkeit oder Sternchen vor den Augen sehen sind deutliche Anzeichen dafür, dass der Kreislauf schwächelt. Sorgen Sie dann für frische Luft, trinken Sie zwei Gläser Wasser und legen Sie Ihre Beine hoch. Informieren Sie Personen in Ihrer Nähe, wenn Ihnen schwindelig wird. Lassen Sie sich von einem Arzt beraten, wenn Sie häufiger unter Kreislaufbeschwerden leiden. (ih)

Sie neigen vermutlich zu Kreislaufproblemen, wenn…

… Sie bei schwülem Wetter und steigenden Temperaturen oft Kopfweh haben und sich matt fühlen
… Sie häufig kalte Hände und Füße haben
… Ihnen schwarz vor den Augen wird, wenn Sie zu schnell aufstehen
… Ihnen in schlecht gelüfteten Räumen besonders schnell übel wird
… Ihr Blutdruck meistens zu niedrig ist
… Sie sehr schlank sind
… Kreislaufbeschwerden in Ihrer Familie häufiger vorkommen
… Sie bei Hitze und Anstrengung schon einmal das Bewusstsein verloren haben

Warum schwächelt der Kreislauf bei Hitze?

Bei großer Hitze weiten sich die Gefäße unter der Körperoberfläche und es fließt mehr Blut als sonst dorthin. Genau wie beim Schwitzen ist das ein Versuch des Körpers, Wärme nach außen abzugeben. Weiten sich die Gefäße unter der Haut zu sehr, senkt das den Blutdruck. Es gelangt dann weniger sauerstoffhaltiges Blut in unser Gehirn. Die Folgen sind Kopfweh, Schwindel und Konzentrationsschwierigkeiten oder sogar ein Kreislaufkollaps. Langes Stehen verstärkt übrigens den Effekt: Durch die Schwerkraft „versackt“ dabei das Blut in die Beine. Bei akuten Kreislaufproblemen sollten die Füße deshalb hochgelegt werden – dann fließt das Blut wieder dorthin, wo es gebraucht wird.

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