Kopfschmerzen – das ist im Kopf nicht auszuhalten!

Kopfschmerzen

Ein drückender und pochender Schädel kann einem den Alltag ganz schön vermiesen. Besonders fies ist, dass sich der Kopfschmerz an Samstagen offenbar etwas häufiger bemerkbar macht als an anderen Wochentagen. Ein Grund mehr, dem Leiden vorzubeugen – so gut es eben geht. 

Er drückt und hämmert, bohrt, sticht oder pocht. Mal sitzt er an den Schläfen, mal steckt er im Hinterkopf oder direkt hinter der Stirn. Mal kommt er allein, mal in Begleitung anderer Beschwerden. Mal tritt er überraschend und ohne Vorankündigung auf, dann wieder bevorzugt bei Regen, bei Stress oder nach einer langen Nacht: der Kopfschmerz. Ein Leiden, das so vielfältig ist, dass Mediziner etliche Formen unterscheiden. Die Internationale Kopfschmerzgesellschaft macht mehr als 367 Ausprägungen von Kopfschmerzen aus – das sind mehr, als Biologen Arten von Raubtieren kennen. Manch ein Exot gehört dazu, darunter der kältebedingte Kopfschmerz, der Kopfschmerz durch Gewichtheben oder auch der Sex-Kopfschmerz. In aller Welt jedenfalls werden Menschen bisweilen von einem schmerzenden Haupt geplagt. „Ein großer Kopf bekommt auch große Kopfschmerzen“, heißt es zum Beispiel im Türkischen.

Meist ein Leiden eigener Art

In Deutschland geben in repräsentativen Umfragen immerhin drei von vier Befragten an, zumindest zeitweise an einem schmerzenden Kopf zu leiden. Dem Neurologen und Schmerztherapeuten Hartmut Göbel aus Kiel zufolge steckt in den meisten Fällen Spannungskopfschmerz dahinter, gefolgt von Migräne. Fast immer sind die Kopfschmerzen also ein Problem eigener Art. Denn beide Typen gehen nicht auf andere Krankheiten wie einen Infekt oder ein Gefäßleiden zurück. Während die Migräne oft so stark ist, dass sie Arbeiten und körperliche Aktivitäten nahezu unmöglich macht und auch oft von Übelkeit begleitet ist, erlaubt der Spannungskopfschmerz meist noch, der Arbeit nachzugehen und sich zu bewegen, also etwa Treppen zu steigen, ohne dass die Beschwerden stärker werden. Höchst unangenehm ist freilich auch er. Rund zwei Drittel der Menschen, die an Spannungskopfschmerzen leiden, sehen sich im Alltag schwer durch ihn eingeschränkt.

Unzählige Gründe

Doch so häufig der Spannungskopfschmerz auch sein mag – eine anerkannte Erklärung für seine Entstehung steht nach wie vor aus. Vieles deutet darauf hin, dass bestimmte Botenstoffe im Gehirn über Gebühr verbraucht werden. Gründe dafür kommen unzählige in Betracht, überwiegend haben sie mit körperlichem und seelischem Stress zu tun. Anhaltende Angst, langes, verkrampftes Sitzen am Schreibtisch (daher der Name Spannungskopfschmerz), aber auch Arbeiten bei Lärm oder ungünstigen Lichtverhältnissen (Computerbildschirm vor dem Fenster) sowie Schlafmangel gehören dazu. Die Arbeitswoche scheint sich auf das Auftreten von Kopfschmerzen auszuwirken. Denn wie auch die Migräne tritt der Spannungskopfschmerz Befragungen zufolge an Samstagen etwas häufiger als an anderen Wochentagen auf. Doch auch wenn der Kopfschmerz bisweilen das Wochenende zu ruinieren droht: Bei Medikamenten ist Vorsicht geboten. Acetylsalicylsäure (ASS), Paracetamol oder Ibuprofen können die Beschwerden zwar zuverlässig lindern, dürfen nach Empfehlung von Fachgesellschaften aber maximal an drei Tagen hintereinander und an höchstens zehn Tagen im Monat eingenommen werden. Andernfalls kann der erhöhte Gebrauch von Schmerztabletten weitere Kopfschmerzen bedingen – ein Teufelskreis. Maßnahmen zur Vorbeugung und zur Behandlung, die nicht auf Medikamente setzen, ist deshalb immer der Vorzug zu geben. kl //

Was bei Spannungskopfschmerzen hilft

  • Schmerzmittel wie Paracetamol oder Ibuprofen können zuverlässig Abhilfe schaffen, doch der Griff zur Tablette sollte die Ausnahme bleiben.
  • Bewegung, vor allem an der frischen Luft, kann Kopfschmerzen zügig vertreiben. Regelmäßiger Sport beugt wiederkehrenden Kopfschmerzattacken vor.
  • Gleiches gilt für einen regelmäßigen Schlaf-Wach-Rhythmus, der genug Zeit zum Ausruhen enthält. Ruhe und Entspannung fördern den Erhalt und die Produktion von Nervenbotenstoffen, die Schmerzen in Schach halten.
  • Entsprechend können auch Entspannungstechniken wie autogenes Training und progressive Muskelentspannung nach Jacobsen Abhilfe schaffen.
  • Es kann sinnvoll sein, Entspannungstechniken mit Biofeedback zu kombinieren. Dabei werden bestimmte Körperfunktionen gemessen und an den Patienten zurückgemeldet. Ziel ist, sie willentlich zu steuern.
  • Kühlendes Pfefferminzöl auf den Schläfen, auf der Stirn und im Nacken lindert häufig die Beschwerden.
  • Manch Kopfschmerzgeplagter schwört auf eine Tasse Kaffee.
  • Eine Verhaltenstherapie kann helfen, mit wiederkehrenden Schmerzen umzugehen zu lernen.

Welcher Kopfschmerztyp?

Mithilfe ist gefragt: Wer immer wieder mit Kopfschmerzen zu kämpfen hat, sollte seinen Hausarzt oder einen Neurologen aufsuchen. Ein Kopfschmerztagebuch zu führen, kann bei der individuellen Ursachenforschung helfen – gerade, weil es keine Standarderklärung gibt.
Wie häufig brummt der Schädel? Schmerzt es auf einer Seite oder auf beiden? Mit welchen Begleitsymptomen gehen die Beschwerden einher? Die Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft DMKG e. V. bietet Kopfschmerzkalender zum Download an: www.dmkg.de
Zum Weiterlesen: „Erfolgreich gegen Kopfschmerzen und Migräne“ von Hartmut Göbel, Springer-Verlag 2016, 24,99 Euro.

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