Hühneraugen – schmerzhaft und gar nicht so einfach wieder loszuwerden

Meist beginnen sie unauffällig und schleichen sich so langsam an den Fuß – die Hühneraugen! Zu Beginn vor allem unangenehm drückend, entwickeln sich Hühneraugen oder auch Warzen unbehandelt zu schmerzhaften Druckstellen und können das Laufen zur Qual machen. Leider ist die Behandlung langwierig, denn sie sind sehr hartnäckig.

Wie entstehen Hühneraugen und wie kann man sie frühzeitig erkennen?

Ein Hühnerauge, im Volksmund auch Krähenauge, Leichdorn oder Clavus genannt, ist eine Hornhautschwiele, die hauptsächlich im Bereich der Füße entsteht. Betroffen sind neben den Fußsohlen, wo im Endbereich der Mittelfußknochen Hühneraugen auftreten, vor allem die Zehengelenke, wo sich Hühneraugen sowohl auf der Ober- als auch auf der Unterseite zeigen.

Warzen entstehen an diesen Stellen zumeist aufgrund langfristiger Druckbelastung. Ungesunde Fußstellungen wie Senk- oder Spreizfuß, aber auch im Alter arthrotisch veränderte Fuß- und Zehengelenke begünstigen die Bildung von Hühneraugen auf der Haut. Auch wenn Hühneraugen im Wesentlichen bei älteren Patienten auftreten, können junge Menschen ebenfalls betroffen sein.

Hühneraugen verstehen, behandeln und vorbeugen

Medizinisch betrachtet sind Hühneraugen kegelförmige Verdickungen der Hornhaut, sogenannte Schwielen, deren Spitze nach innen zeigt. Diese Spitze wird auch als Sporn bezeichnet und verursacht die von Hühneraugen häufig ausgehenden Schmerzen. Grundsätzlich sind Hühneraugen nicht gefährlich. Allerdings können sie aufgrund starker Schmerzen das Gangbild beeinflussen und sogar zum unbemerkten, leichten Humpeln führen. Dadurch wiederum kann es im Rücken zu Verspannungen kommen.

Um das zu verhindern empfiehlt es sich, Warzen zu behandeln. Besonders schwerwiegende Folgen können Hühneraugen bei Patienten mit Diabetes oder anderen Krankheiten mit geringerer Schmerzempfindlichkeit in den Füßen haben. Bleiben die Hühneraugen unbemerkt, so können sie entarten und zu schwerwiegenden Veränderungen auf der Haut und am Fuß führen.

Eine weitaus bessere Möglichkeit ist es aber, diesen unangenehmen Problemen der Haut möglichst gut vorzubeugen. Zu wenig Platz in engen Schuhen, wenn die Zehen vorne anstoßen oder zusammengedrückt werden, ist eine häufige Ursache. Achten Sie deshalb auf ein passendes und bequemes Schuhwerk. Bei einer Fehlstellung der Füße kann ein Orthopäde helfen, mit passenden orthopädischen Einlagen den Schmerzen und Hühneraugen vorzubeugen. Außerdem kann die richtige Pflege einen wertvollen Beitrag zu der Gesundheit Ihrer Haut leisten. Es empfiehlt sich, Hornhaut an den Füßen regelmäßig mit einem Bimsstein zu entfernen und bei Neigung zu trockener Haut oder verhornten Stellen die Füße nach dem Duschen oder Baden einzucremen.

Wann sollte man die Hühneraugen entfernen?

Bei der Behandlung sollte in jedem Fall das oberste Ziel sein, die Hühneraugen zu entfernen. Zur Selbstmedikation stehen dafür Pflaster mit Salicylsäure zur Verfügung. Mit Compeed Hühneraugenpflastern lassen sich gezielt Hühneraugen behandeln. Die Therapie kann unter Umständen langwierig sein und sollte unbedingt durchgehalten werden. Spezielle Druckpflaster schützen vor dem unangenehmen Druckschmerz. Ist es so nicht möglich, das Hühnerauge zu behandeln, kann es operativ entfernt werden.

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