Heilerde: Eine besonders feine Mischung

Gewonnen wird Luvos-Heilerde aus eiszeitlichem Löss, der über eine besondere Zusammensetzung aus Mineralien und Spurenelemten verfügt.

Luvos-Heilerde ist ein Naturprodukt aus naturreinem Löss. Sie setzt sich im Wesentlichen aus den Mineralien Silikat, (Quarz), Kalkspat, Dreischichttonmineralien, Feldspat und Dolomit zusammen.

Rund 20 Millionen Menschen leiden in Deutschland unter Sodbrennen und säurebedingten Magenbeschwerden. Neben gesunder Ernährung und Stressreduktion hilft eine begleitende Therapie mit Heilerde. In Deutschland ist Luvos der einzige Anbieter von Heilerde, die als Arzneimittel zugelassen ist.

Bei vielen ist es der Stress. Häufig gepaart mit einer dauerhaft ungesunden Ernährung. Gerade beim Mittagessen muss es häufig schnell gehen: Semmel mit Fleischkäse, belegte Brötchen, Wraps oder Pommes. Irgendwann sendet der Magen Signale. Erst leichte, ein Unwohlsein in der Magengegend, aber irgendwann stößt ihm alles sauer auf. Sodbrennen! Dabei fließt Magensäure in die Speiseröhre zurück und ruft saures Aufstoßen und ein Brennen hinter dem Brustbein hervor. Vor allem nachts im Liegen, nach Mahlzeiten, aber auch beim Bücken oder Heben von Lasten spüren die Betroffenen das Aufsteigen des sauren Magensaftes. Rund ein Viertel der deutschen Bevölkerung (!) leidet zumindest zeitweise unter diesen stressbedingten Symptomen.
Sandra Kuhn, Führungskraft im Einzelhandel, ist eine der Betroffenen in Deutschland. Ihr Hausarzt empfahl ihr, die Symptome mit Medikamenten zu lindern. Außerdem sollte sie Stress reduzieren und sich ausgewogener ernähren. Mit dem Stress- und Ernährungstipp konnte Sandra Kuhn etwas anfangen, aber Medikamente gegen die Beschwerden wollte sie nicht nehmen. Sie suchte nach einem anderen, einem natürlichen Weg und landete bei der Dortmunder Heilpraktikerin Andrea Hergert. Nach einer umfangreichen Anamnese riet sie Sandra Kuhn neben Stress-reduktion und Ernährungsumstellung, zweimal am Tag vor dem Essen Luvos-Heilerde einzunehmen: „Die Heilerde, bestehend aus wertvollen Mineralien und Spurenelementen, kann überschüssige Magensäure auf natürliche Weise neutralisieren und sie schnell binden. Ich habe die Erfahrung selbst gemacht, dass die Wirkung meist rasch einsetzt“, erklärte die Heilpraktikerin.
Der Erfolg ließ auch bei Sandra Kuhn nicht lange auf sich warten: Bereits nach kurzer Zeit war sie beschwerdefrei. Der feurige Schmerz hinter dem Brustbein trat dank regelmäßiger Einnahme der Heilerde immer seltener auf. Heute geht es Sandra Kuhn so gut, dass sie nur noch hin und wieder auf Heilerde, eingerührt in ein Glas Wasser, zurückgreifen muss, beispielsweise nach einem ausschweifenden Abendessen oder in Phasen von zu viel Stress und kleinen Ernährungssünden in der Mittagspause. Dann hilft ihr bereits ein Teelöffel des eiszeitlichen Löss, um die Beschwerden zu lindern.

Wiederentdeckung der Naturheilkunde Die Idee, Löss als Heilmittel einzusetzen, hat mit der Wiederentdeckung der Naturheilkunde im 19. Jahrhundert zu tun. Bekannt aus dieser Zeit sind beispielsweise Sebastian Kneipp, aber vielleicht auch Adolf Just, der mit seinem Programm „Die Natur irrt nicht, sie hat immer recht“ zu seiner Zeit ein wahrer Reformer war. Der Naturheilkundler Adolf Just entdeckte bei seinen Forschungen einen speziellen Löss, der aufgrund seiner Zusammensetzung für medizinische Zwecke sehr gut geeignet war. Er fand auch heraus, dass die Wirkung des Lösses mit höherem Feinheitsgrad besser war. Deshalb begann Just im Jahre 1918, diesen besonderen Löss zu einem noch feineren Pulver zu verarbeiten, und bezeichnete ihn erstmals als Luvos-Heilerde. Seitdem hat Luvos-Heilerde einen festen Platz und hohen Stellenwert als Naturheilmittel für die innerliche Anwendung bei Magen- und Darmbeschwerden, aber auch für die äußerliche Anwendung. Luvos-Heilerde ist heute das einzige Arzneimittel in Deutschland, das mit dem Wirkstoff Heilerde gegen Sodbrennen, säurebedingte Magenbeschwerden und Durchfall zugelassen ist.

Das Unternehmen Luvos, das von Adolf Just vor rund 100 Jahren gegründet wurde, liegt im hessischen Friedrichsdorf, eine halbe Stunde nördlich von Frankfurt am Main. Wir sitzen mit Blick über die Weiten des Taunus Ariane Kästner gegenüber, die das Unternehmen in der dritten Generation führt. Adolf Just war ihr Großvater. Wir möchten von ihr wissen, wie genau der Löss als Heilmittel funktioniert: „Durch den hohen Feinheitsgrad der Heilerde ergibt sich eine große Oberfläche mit einem besonderen Bindungsvermögen. Deshalb kann sie andere Stoffe wie ein Schwamm binden“, sagt sie uns. Entstanden ist dieser Löss vermutlich aus Gesteinen, die mit den Gletschern der letzten Eiszeit, im Pleistozän, aus Skandinavien nach Deutschland transportiert und dabei bis zur Pulverform zerkleinert wurden. Das Gesteinspulver ist dann durch den Wind an seine jetzigen Fundorte geweht worden und durch den Einfluss des Wassers zu Löss „verwittert“. „Den Löss müssen Sie sich wie eine poröse Steilwand in den Bergen vorstellen. Löss findet sich an vielen Stellen in Deutschland, auch ganz hier in der Nähe. Er wird von uns abgebaut und bei 130 Grad Celsius getrocknet – mögliche Keime werden dabei abgetötet. Anschließend wird die Heilerde hier bei uns in der Produktion in einem speziellen Verfahren zu einem hauchfeinen Pulver vermahlen und gesiebt“, erklärt Ariane Kästner den Herstellungsprozess. „Gerade die feine Mahlung macht den Löss für die therapeutische Wirksamkeit bei der innerlichen, äußerlichen und kosmetischen Anwendung so wertvoll.“ Entsprechend der gewünschten therapeutischen Wirkung haben die Heilerde-Produkte also anwendungsspezifische Feinheitsgrade.
Unsere Bedenken, ob man nach Absetzen der Heilerde wieder mit einer verstärkten Produktion von Magensäure rechnen müsse (sogenannter „Reboundeffekt“), kann Ariane Kästner zerstreuen: „Auch bei längerer Einnahme tritt keine Gewöhnung ein. Setzt man das Produkt ab, muss man – anders als bei vielen anderen Arzneimitteln gegen Sodbrennen – mit keinem Rückfall rechnen. Aber Stress sollte man dennoch reduzieren und auf eine gesunde Ernährung und ausreichend Bewegung achten!“ mf //

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