Folsäure ist in der Schwangerschaft besonders wichtig

Die Bedeutung der Folsäure in der Schwangerschaft ist mittlerweile auch den meisten Laien bekannt. Viele Frauenärzte empfehlen die Einnahme von Folsäure bei Frauen mit Kinderwunsch, um den Folsäurebedarf schon vor der Zeugung zu decken. Grund ist, dass ein Folsäuremangel zu schweren Schäden am Kind führen kann. Der erhöhte Bedarf während der Schwangerschaft ist mit Folsäure in Lebensmitteln nur schwer zu decken.

Alles rund um die Folsäure

Die Folsäure gehört zu den B-Vitaminen. Ihr Name leitet sich vom lateinischen „folium“ für Blatt ab, was auf ihr Vorkommen in grünen Pflanzenblättern hindeutet. Allerdings ist die Bildung und Speicherung von Folsäure nicht auf Pflanzen beschränkt. Auch in Fisch, Fleisch und Eiern finden sich kleine Mengen. Ein gesunder Erwachsener benötigt etwa 200-400 Mikrogramm Folsäure am Tag für einen gesunden Erwachsenen. Mit 12 bis 15 Milligramm Speicherkapazität kann ein Mensch dabei die notwendige Menge für etwa drei bis vier Monate bevorraten. Ein Folsäuremangel wirkt sich beim Erwachsenen vor allem auf das Blutbild aus – es kommt zu einer bestimmten Form der Anämie.

Wichtige Folsäure: Schwangerschaft und Stillzeit

Während der Schwangerschaft und in der Stillzeit steigt der Folsäurebedarf deutlich an. Frauen mit Kinderwunsch und Schwangere in der Frühschwangerschaft sollten täglich 800 Mikrogramm Folsäure zu sich nehmen, um ihren Bedarf zu decken. Ein Folsäuremangel während der Schwangerschaft kann starke Auswirkungen auf das Kind haben. Die Entstehung von Neuralrohrdefekten – im Volksmund als „offener Rücken“ bezeichnet – ist nachgewiesenermaßen auf einen Folsäuremangel zurück zu führen. Auch eine Frühgeburt, ein Herzfehler oder auch Autismus können mit einem Folsäuremangel zusammen hängen.

Den Folsäurebedarf decken

Eine gesunde und ausgewogene Ernährung mit einem großen Anteil an grünem Gemüse garantiert eine gute Versorgung mit Folsäure. Die Folsäure in Lebensmitteln reicht aber während der Schwangerschaft oft nicht aus. Deshalb empfehlen Experten die Einnahme von Folsäure in Form von Tabletten oder als Bestandteil von speziellen Nahrungsergänzungsmitteln. Wichtig ist, dass die Einnahme schon rechtzeitig vor der Zeugung beginnen sollte, damit die körpereigenen Speicher gefüllt und die Versorgung des wachsenden Kindes gesichert ist.

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