Fitness, aktiv gegen Problemzonen

In Sportstudios sind vor allem Kurse für Bauch, Beine und Po beliebt. Sind sie das Geld wert? Eine Expertin antwortet.

Mehr als ein Drittel der Frauen findet ihren Bauch zu dick. 30 Prozent sind mit ihren Beinen bzw. Oberschenkeln unzufrieden, und knapp jede Vierte beschreibt ihren Po als Problemzone. Das ergab die aktuelle Umfrage eines Kosemtik-Herstellers. Kurse wie „Problemzonengymnastik“ versprechen Besserung. Die Apotheken Umschau fragte Siw Waffenschmidt, Fitnessexpertin an der Deutschen Sporthochschule Köln:

Was bringt ein Bauch-Beine-Po-Kurs? Kann er ungeliebten Fettpölsterchen ein Ende bereiten?
Meistens nicht. Wie bei vielen anderen Sportarten wird bei einem solchen Training der Stoffwechsel angeregt, die Muskelkraft verbessert und die Ausdauerleistung erhöht. Aber gegen den so genannten Reiterhosenspeck kann leider auch ein Bauch-Beine-Po- oder ein Fettverbrennungs- Training nur bedingt etwas ausrichten.

Veranlasst Sport den Körper denn nicht zur Fettverbrennung?
Natürlich kann regelmäßige Bewegung bei der Gewichtsabnahme helfen. Das geht am besten über eine negative Energiebilanz. Das heißt, wir müssen mehr Kalorien verbrauchen, als wir aufnehmen. Das klappt nicht über Bewegung allein, sondern wir müssen uns auch abwechslungsreich ernähren. Wer abnimmt, tut dies jedoch gleichmäßig am gesamten Körper und nicht nur an den Stellen, von denen er es sich vielleicht wünscht.

Welche Sportarten empfehlen Sie?
Für Menschen, die mit ihrer Figur unzufrieden sind, aber auch für alle anderen, die etwas für ihre Gesundheit tun wollen, eignen sich Ausdauersportarten wie Walking, Joggen, Radfahren und Schwimmen. Zwei bis drei Übungseinheiten pro Woche bringen die Muskeln in Form und den Fettstoffwechsel in Schwung. Wichtig: mit niedriger Intensität trainieren, sonst werden Kohlenhydrate statt Fett verbrannt. Einsteiger sollten zur Sport-Untersuchung und mit dem Hausarzt sprechen.

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