Bromelain – Entzündungen und Schwellungen behandeln

Wer bereits einen operativen Eingriff hinter sich gebracht hat, kennt das Problem, dass die verletzten Hautstellen anschwellen. Die Schwellung läuft mal mehr, mal weniger schmerzhaft ab. Vor allem aber behindert sie die Heilung, denn die kann erst in Gang kommen, wenn die Schwellung abgeklungen ist. Auch ohne operative Eingriffe kann es zu bakteriellen und nichtbakteriellen Schwellungen kommen, die Beschwerden verursachen und nicht schön aussehen. Neben den typischen Hausmitteln gibt es Medikamente, die eine störende Schwellung schnell wieder abklingen lassen und dafür sorgen, dass sich das Hautbild wieder normalisiert.

Woher stammen Schwellungen und was tun gegen Schwellungen?

Die Schwellung ist eine ganz natürliche Abwehrreaktion des Körpers auf eine Reizung oder Verletzung. Die betroffene Stelle kann sich entzünden, Erreger könnten die Schwäche ausnutzen und sich einnisten, allerdings weiß der Körper das zu verhindern. Er lässt die Stelle anschwellen, was durch Eiweiße geschieht, die die Durchblutung hemmen und dafür sorgen, dass Erreger nicht genug Nährstoffe bekommen, um sich erfolgreich zu vermehren.

Eine Infektion kann so zwar immer noch entstehen, wird aber weniger wahrscheinlich und kann auch nicht lange bestehen. Ist sie bereits vorhanden, kommt neben der Unterversorgung mit Nährstoffen die Hitze der Schwellung ins Spiel. Durch sie funktionieren die Enzyme der Bakterien nicht mehr und denaturieren bestenfalls, zerfallen also. Das führt zum Zusammenbruch ihres Stoffwechsels und damit zum Tod der Population.

Dank moderner Hygienevorkehrungen sind viele natürliche Abwehrmechanismen des Körpers heute nicht mehr erforderlich. Nach einem operativen Eingriff oder der Verschreibung von Antibiotika bei bakterieller Entzündung muss der Körper nicht mehr durch eine Schwellung für sich alleine sorgen. Das übernimmt die moderne Medizin.

Vorhanden ist die Schwellung trotzdem, sie schmerzt, fühlt sich unangenehm an und stellt eine zusätzliche Belastung für den Körper dar, der ohne sie schneller heilen könnte.

Ein weithin bekanntes und hilfreiches Hausmittel sind kühle Wickel und Kompressen, die man anwenden kann, wenn keine offene Wunde dagegen spricht.

Medikamentös gegen Schwellungen vorgehen

Hausmittel können zwar gegen Schwellungen helfen, tun dies aber meistens nur, wenn sie noch während der Entstehung verwendet werden. Danach helfen nur noch Medikamente dabei, die unnötige Schwellung abklingen zu lassen und dem Körper die Möglichkeit zu verschaffen, sich selbst zu heilen.

Der in der Ananas enthaltene Wirkstoff Bromelain ist ein Enzym, das Eiweiße spaltet, wie sie in einer Schwellung zu finden sind, und besitzt somit eine abschwellende Wirkung. Sie sorgen dafür, dass die Durchblutung gehemmt wird und die geschwollene Stelle langsamer heilt. Werden sie durch Bromelain aufgelöst, kommt die Durchblutung wieder in Gang und kann die betroffene Verletzung mit Nährstoffen und neuen Bausteinen versorgen, aus der sie neue Zellen wachsen lassen und die Verletzung heilen kann.

Dank der modernen Hygiene besteht kein Risiko einer bakteriellen Entzündung. Selbst wenn es zu einer Entzündung kommt, kann sie leicht geheilt werden und die Dauer der Heilung braucht davon nicht negativ beeinflusst zu werden. Durch Bromelain kann die Wundheilung gefördert werden und die Schwellung geht meist recht schnell zurück.

 

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