Das A und O der Wunddesinfektion

Die Haut stellt das größte Organ des Menschen dar und ist ein effektiver Schutz gegen Krankheitserreger aller Art. Wird die Haut verletzt, so bietet diese Wunde eine gute Möglichkeit für Bakterien, Viren und andere Erreger, um in den Körper einzudringen. Ausgehend von der Wunde können sie dann lokale aber auch systemische – also den gesamten Körper betreffende – Infektionen hervorrufen. Eine gute Wunddesinfektion verhindert dies effektiv.

Arten von Wunden und ihre bakterielle Belastung

Frische, saubere Wunden, wie sie beispielsweise bei einer Operation entstehen, bezeichnet man als aseptische Wunden. Die Wundränder sind glatt und es gibt keine Entzündungsanzeichen. Weil die Wunde frei von Erregern ist, kann sie durch Nähen oder Klammern verschlossen werden und heilt primär ab. Anders verfährt man bei einer kontaminierten Wunde, wie sie bei einer Schnittverletzung oder Verbrennung im Alltag entsteht. Solche Wunden lässt man offen, also sekundär heilen. Kontaminierte Wunden sind zwar mit Bakterien belastet, solange sich diese aber nicht vermehren, treten auch keine Entzündungsanzeichen auf. Beginnen die Bakterien jedoch mit der Vermehrung, so entzündet sich die Wunde – sie wird dann auch als kolonialisierte Wunde bezeichnet. Von da ausgehend ist es nur noch ein kleiner Schritt bis zur infizierten Wunde.

Die infizierte Wunde und ihre Folgen

Bleibt die Wunddesinfektion aus, so kommt es gelegentlich zur Ausbildung einer infizierten Wunde mit Rötung, Schwellung, Erwärmung und Schmerz. Die Bakterien vermehren sich rasant und zerstören das Wund- und später auch umliegendes Gewebe. Wundflüssigkeiten, Eiterbildung und unangenehme Gerüche sind typische Anzeichen. Bleibt die Wunde weiter unbehandelt, so breiten sich die Bakterien im gesamten Körper aus und können letztendlich bis zu einer Blutvergiftung führen.

Gleich handeln – Wunddesinfektion als erste Hilfe

Kleine Verletzungen im Alltag können bei ausbleibender Wunddesinfektion schwerwiegende Folgen haben. Die durch die Wunde eintretenden Krankheitserreger können durch die Wunddesinfektion wirkungsvoll aufgehalten werden. Geeignet sind desinfizierende Sprays und antiseptische Wundcremes. Eines der bekanntesten Mittel zur Wunddesinfektion ist zum Beispiel Octenisept. Antiseptische Wundcremes oder Sprays sollten in keiner Hausapotheke fehlen.

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